§ 19 UStG 2025: Grenzen prüfen, mit Regelbesteuerung vergleichen
Dieser Rechner prüft nach § 19 UStG in der Fassung ab 2025, ob Sie Kleinunternehmer sein dürfen: höchstens 25.000 € Umsatz im Vorjahr und 100.000 € im laufenden Jahr, im Gründungsjahr 25.000 €. Zusätzlich vergleicht er die Umsatzsteuer, die Sie als Regelbesteuerer abführen müssten, mit Ihrer Vorsteuer und zeigt, welches Modell Sie besser stellt.
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Als Kleinunternehmer zahlst du keine Umsatzsteuer, aber Einkommensteuer auf deinen Gewinn und gegebenenfalls Gewerbesteuer. Die Höhe der Einkommensteuer richtet sich nach deinem gesamten zu versteuernden Einkommen und dem persönlichen Steuersatz.
Der nötige Umsatz ergibt sich aus deinem gewünschten Nettobetrag plus Betriebsausgaben, Einkommensteuer sowie Kranken- und Rentenversicherungsbeiträgen. Je nach Kostenquote und Versicherungsstatus liegt der erforderliche Umsatz deutlich über dem angestrebten Nettoeinkommen.
Maßgeblich sind seit 2025 der Umsatz des Vorjahres, höchstens 25.000 €, und der tatsächliche Umsatz des laufenden Jahres, höchstens 100.000 €, jeweils netto. Im Gründungsjahr darf der Umsatz 25.000 € nicht überschreiten. Der Rechner prüft beide Grenzen, wenn du Vorjahres- und laufenden Umsatz einträgst; im Gründungsjahr trägst du beim Vorjahr 0 ein.
Ja, wenn der Umsatz im ersten Jahr höchstens 25.000 € betrug: Dann darfst du im zweiten Jahr bis zu 100.000 € netto umsetzen, ohne Umsatzsteuer zu berechnen. Überschreitest du die 100.000 € im Jahresverlauf, bist du ab dem Umsatz, mit dem die Grenze überschritten wird, regelbesteuert. Liegt der Umsatz des zweiten Jahres über 25.000 €, gilt im dritten Jahr die Regelbesteuerung.
Ans Finanzamt zahlst du Einkommensteuer auf deinen Gewinn, bei einem Gewerbebetrieb eventuell Gewerbesteuer und gegebenenfalls Solidaritätszuschlag sowie Kirchensteuer. Umsatzsteuer führst du dagegen nicht ab.
Ohne Umsatz fällt keine Einkommensteuer auf den Betrieb an, die Erklärungspflichten gegenüber dem Finanzamt bleiben aber bestehen. Du gibst dann eine Nullmeldung bzw. eine Anlage mit Verlust oder ohne Einnahmen ab; Beiträge zur Krankenversicherung laufen unabhängig davon weiter.
Der größte Nachteil ist die unbeschränkte Haftung mit dem Privatvermögen, dazu kommen Gewerbesteuerpflicht ab dem Freibetrag und ein weniger professionelles Auftreten ohne Firmierung im Handelsregister. Bei der Kleinunternehmerregelung kommt der fehlende Vorsteuerabzug hinzu.
Ja, du musst eine Einkommensteuererklärung mit der Anlage für deine Einkünfte und in der Regel eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung abgeben. Ob zusätzlich eine Umsatzsteuererklärung nötig ist, hängt von den aktuellen Vorgaben deines Finanzamts ab.
Auf deine eigenen Rechnungen weist du keine Umsatzsteuer aus und führst dafür auch keine ab. Bei Einkäufen zahlst du die Umsatzsteuer aber weiterhin und kannst sie nicht als Vorsteuer zurückholen; bei Leistungen aus dem Ausland kann die Steuerschuld auf dich übergehen.
Als Selbstständiger oder Gründer stellt sich früh die Frage: Kleinunternehmer oder regelbesteuert? Die Antwort hängt von Ihrem Umsatz, Ihrer Kundschaft und Ihren Ausgaben ab. Der Kleinunternehmer-Rechner prüft, ob Sie die Umsatzgrenzen einhalten, und zeigt, welches Modell Sie finanziell besser stellt.
Die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG befreit Unternehmer mit geringem Umsatz von der Umsatzsteuer. Seit dem 1. Januar 2025 gilt: Der Umsatz darf im Vorjahr höchstens 25.000 Euro und im laufenden Jahr höchstens 100.000 Euro betragen, beides netto. Wer im Vorjahr noch nicht tätig war, darf im Gründungsjahr höchstens 25.000 Euro umsetzen. Bis Ende 2024 lagen die Grenzen bei 22.000 und 50.000 Euro.
Als Kleinunternehmer weisen Sie keine Umsatzsteuer auf Ihren Rechnungen aus und führen keine ans Finanzamt ab. Dafür können Sie die Umsatzsteuer aus Ihren Einkäufen nicht als Vorsteuer zurückholen. Je nach Geschäftsmodell ist die Regelbesteuerung deshalb finanziell vorteilhafter – auch wenn Sie die Grenzen einhalten.
Der Rechner vergleicht beide Modelle anhand Ihrer Angaben:
Das Ergebnis erscheint sofort. Gerechnet wird mit dem Regelsteuersatz von 19 %; Umsätze zum ermäßigten Satz von 7 % berücksichtigt der Rechner nicht.
Eine Grafikerin hatte im Vorjahr 18.000 Euro Umsatz und erwartet in diesem Jahr 20.000 Euro. In ihren Ausgaben stecken 800 Euro Vorsteuer, ihre Kunden sind überwiegend Privatpersonen. Sie liegt unter beiden Grenzen. Würde sie zur Regelbesteuerung wechseln und ihre Preise halten, müsste sie aus 20.000 Euro Umsatz 3.193 Euro Umsatzsteuer abführen und bekäme 800 Euro Vorsteuer zurück. Die Kleinunternehmerregelung lässt ihr 2.393 Euro mehr.
Ein IT-Berater hatte im Vorjahr 22.000 Euro Umsatz, erwartet 30.000 Euro und zahlt 2.500 Euro Vorsteuer, vor allem für Hardware. Seine Kunden sind Unternehmen, die die Umsatzsteuer auf seinen Rechnungen selbst als Vorsteuer abziehen. Als Regelbesteuerer schlägt er die Umsatzsteuer auf, ohne dass es seine Kunden etwas kostet, und holt sich 2.500 Euro Vorsteuer zurück. Der Rechner empfiehlt die Regelbesteuerung, obwohl er Kleinunternehmer sein dürfte.
Die Regelbesteuerung ist besonders attraktiv, wenn:
Liegt der Umsatz des Vorjahres über 25.000 Euro, sind Sie im laufenden Jahr regelbesteuert. Überschreiten Sie im laufenden Jahr 100.000 Euro, endet die Kleinunternehmerregelung sofort: Schon der Umsatz, mit dem Sie die Grenze überschreiten, unterliegt der Umsatzsteuer. Im Gründungsjahr gilt dasselbe ab 25.000 Euro. Eine Prognose wie bis 2024 gibt es nicht mehr – es zählt der tatsächliche Umsatz.
Viele Gründer glauben, die Kleinunternehmerregelung sei immer günstiger, weil sie weniger Bürokratie bedeutet. Bei der Verwaltung stimmt das, finanziell kann es anders aussehen. Verbreitet ist auch der Irrtum, man könne jederzeit wechseln: Wer auf die Kleinunternehmerregelung verzichtet, ist daran fünf Kalenderjahre gebunden.
Dieser Rechner dient der Orientierung und Vorabschätzung und ersetzt keine Steuerberatung. Besonderheiten wie ermäßigte Steuersätze, gemischte Umsätze oder Auslandsumsätze besprechen Sie am besten mit einem Steuerberater. Die Grenzen entsprechen § 19 UStG in der Fassung ab 2025.
Seit 2025 darf der Umsatz im Vorjahr 25.000 Euro und im laufenden Jahr 100.000 Euro nicht überschreiten, jeweils netto. Im Gründungsjahr gilt die Grenze von 25.000 Euro. Bis 2024 waren es 22.000 Euro im Vorjahr und voraussichtlich 50.000 Euro im laufenden Jahr.
Nein. Wer die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nimmt, darf keine Umsatzsteuer auf Rechnungen ausweisen. Tut man es trotzdem, schuldet man die ausgewiesene Steuer dem Finanzamt – ohne Vorsteuerabzug. Wer Umsatzsteuer ausweisen möchte, muss auf die Regelung verzichten.
Wenn Sie freiwillig auf die Kleinunternehmerregelung verzichten, sind Sie fünf Kalenderjahre daran gebunden. Danach können Sie zurückwechseln, sofern Sie die Umsatzgrenzen einhalten.
Dann sind Sie ab dem Umsatz, mit dem Sie die Grenze überschreiten, regelbesteuert und müssen ab da Umsatzsteuer berechnen. Für die Umsätze davor bleibt es bei der Kleinunternehmerregelung.
Ja. Die Kleinunternehmerregelung gilt für alle Unternehmer – egal ob haupt- oder nebenberuflich tätig. Maßgeblich ist allein der Umsatz, nicht der Beschäftigungsumfang.