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Kabelquerschnitt berechnen

Querschnitt aus Strom, Länge & Spannungsfall – 230/400 V und 12/24/48 V

Kurz erklärt

Der Kabelquerschnitt muss zwei Bedingungen erfüllen: Die Leitung trägt den Strom der Sicherung (IEC 60364-5-52), und der Spannungsfall über die Länge bleibt unter 3 %. Der Rechner prüft beides für Kupfer bei 230/400 V oder 12/24/48 V und rechnet Leiterdurchmesser in mm² um.

Für 16 A über 20 m bei 230 V brauchst du 2,5 mm²: 1,5 mm² würde die Sicherung zwar tragen, der Spannungsfall läge aber bei 3,3 % statt höchstens 3 %. Die Tabelle zeigt 10 bis 63 A und 10 bis 100 m; im Rechner wählst du auch Drehstrom, 12/24/48 V und die Verlegeart.

m
Strom
Sicherung
Nach Belastbarkeit
Nach Spannungsfall
Empfohlener Querschnitt
Spannungsfall:
Max. Länge:
Belastbarkeit nach IEC 60364-5-52 (Kupfer, PVC, 30 °C, keine Häufung), Spannungsfall mit κ = 56 m/(Ω·mm²), feste Installation ab 1,5 mm². Die Installation gehört in die Hand einer Elektrofachkraft.
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Kabelquerschnitt nach Absicherung und Länge (230 V, max. 3 % Spannungsfall, Verlegeart B2)

Absicherung 10 m20 m30 m50 m100 m
10 A 1,5 mm²1,5 mm²2,5 mm²4 mm²6 mm²
13 A 1,5 mm²1,5 mm²2,5 mm²4 mm²10 mm²
16 A 1,5 mm²2,5 mm²2,5 mm²6 mm²10 mm²
20 A 2,5 mm²2,5 mm²4 mm²6 mm²16 mm²
25 A 4 mm²4 mm²4 mm²10 mm²16 mm²
32 A 6 mm²6 mm²6 mm²10 mm²25 mm²
40 A 10 mm²10 mm²10 mm²16 mm²25 mm²
50 A 10 mm²10 mm²10 mm²16 mm²35 mm²
63 A 16 mm²16 mm²16 mm²25 mm²35 mm²

Häufige Fragen mit konkreten Werten

Welcher Leitungsquerschnitt bei 30 m für 230 V?

Das hängt vom Strom ab. Bei 16 A über 30 m brauchst du 2,5 mm² (Spannungsfall 3,0 %), bei 10 A 2,5 mm² und bei 20 A 4 mm². Auf dieser Länge entscheidet meist der Spannungsfall, nicht die Belastbarkeit: 1,5 mm² dürfte zwar mit 16 A abgesichert werden, verliert über 30 m aber 5,0 %. Der Rechner zeigt dir zum empfohlenen Querschnitt auch die maximale Länge.

Wie hoch ist der Spannungsfall bei 50 m und 2,5 mm²?

Bei 16 A und 230 V fallen 11,4 V oder 5,0 % ab, zu viel für die üblichen 3 % und gerade noch an der 5-%-Grenze für Steckdosenkreise. Mit 4 mm² wären es 3,1 %, mit 6 mm² 2,1 %. Bei nur 10 A sinkt der Wert mit 2,5 mm² auf 3,1 %. Gerechnet wird mit Kupfer und der einfachen Leitungslänge; Hin- und Rückleiter stecken im Faktor 2.

Welcher Querschnitt für 11 kW Drehstrom?

11 kW ziehen bei 400 V 15,9 A pro Phase. Mit 16 A Absicherung braucht die Leitung mindestens 2,5 mm² (1,5 mm² trägt im Rohr bei Drehstrom nur 15 A), also 5 × 2,5 mm². Das reicht bis etwa 61 m, darüber wird der Spannungsfall zu groß.

Welcher Querschnitt für 50 A auf 25 m?

Bei 400 V Drehstrom brauchst du 16 mm² und bei 230 V Wechselstrom 10 mm², jeweils Mantelleitung im Rohr und höchstens 3 % Spannungsfall. Bei dieser Stromstärke entscheidet die Belastbarkeit: Eine 50-A-Sicherung braucht eine Leitung, die dauerhaft mindestens 50 A trägt, bei Drehstrom im Rohr also 16 mm². Solche Zuleitungen plant und verlegt ein Elektrofachbetrieb.

Wie berechnet man den Kabelquerschnitt?

Zwei Bedingungen müssen erfüllt sein. Erstens muss die Belastbarkeit der Leitung über dem Nennstrom der Sicherung liegen, und die hängt von der Verlegeart ab: 2,5 mm² trägt als Mantelleitung im Rohr 23 A, frei in Luft 30 A. Zweitens darf der Spannungsfall ΔU = 2 × L × I / (56 × A) höchstens 3 % betragen. Der größere der beiden Querschnitte gilt, aufgerundet auf die nächste Normgröße.

Welcher Querschnitt für 12 V bei 10 A und 4 m?

4 mm². Bei 12 V sind 3 % Spannungsfall nur 0,36 V, deshalb richtet sich der Querschnitt nach der Länge, nicht nach der Belastbarkeit: Rechnerisch braucht die Leitung 3,97 mm², aufgerundet 4 mm². Mit 2,5 mm² lägen schon 4,8 % an. Für Bordnetze in Auto, Boot oder Wohnmobil gibt es zusätzlich den 12-V-Kabelrechner mit Sicherungsempfehlung.

Welchen Durchmesser hat ein 2,5-mm²-Leiter?

Ein massiver Leiter mit 2,5 mm² hat 1,78 mm Durchmesser, 1,5 mm² 1,38 mm und 4 mm² 2,26 mm, nach der Formel d = √(4 × A / π). Bei feindrähtigen Litzen ist der Außendurchmesser wegen der Lücken zwischen den Drähten etwas größer. Im Rechner wählst du „Durchmesser ↔ Querschnitt“ und kannst auch Anzahl und Durchmesser einzelner Drähte eingeben.

Kabelquerschnitt berechnen – Sicher und effizient planen

Der richtige Kabelquerschnitt ist eine der wichtigsten Grundlagen jeder elektrischen Installation. Ob beim Hausbau, bei der Renovierung oder bei der Planung einer Photovoltaikanlage – wer den falschen Querschnitt wählt, riskiert Überhitzung, Spannungsabfall und im schlimmsten Fall einen Kabelbrand. Unser Kabelquerschnittrechner hilft Ihnen, schnell und kostenlos den passenden Leiterquerschnitt für Ihr Projekt zu ermitteln.

Warum ist der Kabelquerschnitt so wichtig?

Ein zu dünnes Kabel hat einen höheren elektrischen Widerstand. Ein Teil der Energie wird in Wärme umgewandelt, und am Verbraucher kommt weniger Spannung an – der Spannungsabfall. Wird ein Leiter über seine Belastbarkeit hinaus belastet, erwärmt er sich gefährlich. In Deutschland wird für Hausinstallationen üblicherweise mit höchstens 3 % Spannungsabfall gerechnet – das ist auch die Voreinstellung des Rechners. Bei längeren Leitungen oder hohen Stromstärken ist die korrekte Berechnung daher unverzichtbar.

Ein zu großer Querschnitt hingegen ist unnötig teuer. Die Kunst liegt darin, den wirtschaftlich und sicherheitstechnisch optimalen Wert zu finden – und genau dabei hilft unser Rechner.

Wie funktioniert der Kabelquerschnittrechner?

Der Rechner prüft zwei Bedingungen: die Strombelastbarkeit der Leitung nach IEC 60364-5-52 und den Spannungsabfall über die Leitungslänge. Daraus ermittelt er automatisch den empfohlenen Kabelquerschnitt.

Diese Eingaben werden benötigt

  • Leistung oder Stromstärke (W, kW oder A): Die Last, die über das Kabel versorgt werden soll.
  • Leitungslänge (m): Die einfache Länge der Leitung vom Verteiler bis zum Verbraucher – den Rückleiter rechnet der Rechner selbst ein.
  • Spannung (V): 230 V Wechselstrom, 400 V Drehstrom oder Gleichspannung mit 12 V, 24 V oder 48 V.
  • Verlegeart und cos φ: A2, B1, B2, C oder E – die Verlegeart bestimmt, wie viel Strom die Kupferleitung tragen darf.
  • Maximaler Spannungsabfall (%): Voreingestellt sind 3 %; üblich sind 3 % für Licht und bis 5 % für andere Verbraucher.

Was berechnet das Tool?

Aus der Last ergibt sich der Strom und daraus die passende Sicherung. Der Querschnitt nach Belastbarkeit ist der kleinste, dessen Belastbarkeit Iz mindestens den Nennstrom der Sicherung erreicht (Ib ≤ In ≤ Iz). Der Querschnitt nach Spannungsabfall folgt aus A = (2 × L × I × cos φ) / (κ × ΔU) – wobei A der Querschnitt in mm², L die einfache Leitungslänge, I die Stromstärke, κ = 56 die Leitfähigkeit von Kupfer und ΔU der zulässige Spannungsabfall in Volt ist; bei Drehstrom steht √3 statt 2. Empfohlen wird der größere der beiden Werte aus den Normquerschnitten 1,5 mm² bis 50 mm². Dazu zeigt der Rechner den Spannungsabfall in % und V, die maximale Länge für diesen Querschnitt und ob Belastbarkeit oder Länge entschieden hat.

Praktische Anwendungsbeispiele

Beispiel 1: Steckdosenkreis im Wohnzimmer

Ein mit 16 A abgesicherter Steckdosenkreis soll über eine Leitungslänge von 20 m verlegt werden. Bei 230 V und Verlegeart B2 würde 1,5 mm² die Belastbarkeit zwar erfüllen, der Spannungsabfall läge aber bei 3,3 %. Der Rechner empfiehlt deshalb 2,5 mm² (2,0 %), also etwa ein NYM-J 3×2,5 mm² Kabel.

Beispiel 2: Zuleitung für einen E-Herd

Ein Elektroherd mit 11 kW Anschlussleistung benötigt bei 400 V Drehstrom einen Strom von etwa 15,9 A und wird mit 16 A abgesichert. Bei einer Leitungslänge von 15 m und einem zulässigen Spannungsabfall von 3 % empfiehlt der Rechner einen Querschnitt von 2,5 mm², denn 1,5 mm² trägt dreiphasig in Verlegeart B2 nur 15 A. In der Praxis wird das mit einem NYM-J 5×2,5 mm² Kabel realisiert, das hier bis etwa 61 m reicht.

Beispiel 3: 12-V-Anlage im Wohnmobil

Bei Niedervoltanlagen ist der Spannungsabfall besonders kritisch. Eine 100-W-LED-Beleuchtung (ca. 8,3 A) über 5 m Leitungslänge in einem Wohnmobil erfordert bei 12 V und maximal 3 % Spannungsabfall bereits einen Querschnitt von 6 mm² – mit 4 mm² wären es 3,1 %. Das ist viel mehr, als viele Heimwerker vermuten würden.

Für wen ist der Rechner geeignet?

Unser Kabelquerschnittrechner richtet sich an ein breites Publikum:

  • Elektriker und Elektroinstallateure, die schnell Kalkulationen für Angebote erstellen möchten
  • Heimwerker, die einfache Installationen selbst planen
  • Ingenieure und Planer im Bereich Photovoltaik, Industrie und Gebäudetechnik
  • Studenten der Elektrotechnik zur Überprüfung ihrer Berechnungen
  • Fahrzeugbesitzer mit 12-V- oder 24-V-Systemen (Wohnmobil, Boot, Oldtimer)

Häufige Fehler bei der Kabelauswahl

Viele Fehler entstehen durch Schätzungen statt durch genaue Berechnungen. Besonders häufig sind:

  • Bei der Handrechnung wird der Rückleiter vergessen, obwohl der Strom hin- und zurückfließt – im Rechner geben Sie die einfache Länge ein, den Rückleiter berücksichtigt er selbst
  • Häufung mehrerer Leitungen und hohe Umgebungstemperaturen werden vernachlässigt – der Rechner geht von 30 °C und einzeln verlegten Leitungen aus
  • Gleichspannungsanlagen mit niedrigen Spannungen werden nach Wechselstromwerten berechnet
  • Normwerte werden nicht eingehalten, weil der nächste Handelswert übersehen wird

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Welchen Kabelquerschnitt brauche ich für 16 A?

Für einen 16-A-Stromkreis bei 230 V und Verlegeart B2 trägt ein Kupferkabel mit 1,5 mm² den Strom, bei 3 % Spannungsabfall aber nur bis etwa 18 m. Darüber ist 2,5 mm² nötig, das bis etwa 30 m reicht; bei 50 m sind es bereits 6 mm².

Was ist der maximale Spannungsabfall nach DIN VDE?

DIN VDE 0100-520, die deutsche Fassung von IEC 60364-5-52, empfiehlt für Anlagen am öffentlichen Niederspannungsnetz maximal 3 % für Beleuchtungskreise und 5 % für andere Verbraucher. In Wohngebäuden wird in Deutschland meist mit 3 % gerechnet, dem Standardwert im Rechner.

Kupfer oder Aluminium – was ist besser?

Kupfer leitet deutlich besser als Aluminium und ist bei Hausinstallationen Standard. Aluminiumkabel werden vor allem bei Hauptleitungen und im industriellen Bereich eingesetzt, da sie günstiger und leichter sind. Unser Rechner rechnet ausschließlich mit Kupferleitern; für Aluminium gelten andere Belastbarkeiten.

Gilt die Berechnung auch für Gleichspannung (DC)?

Ja, der Rechner unterstützt auch Gleichspannungssysteme mit 12 V, 24 V und 48 V. Wählen Sie einfach die entsprechende Spannung aus. Beachten Sie, dass bei Niedervoltanlagen der Spannungsabfall prozentual viel stärker ins Gewicht fällt.

Muss ich als Laie die Berechnung selbst durchführen?

Der Rechner hilft bei der Planung und Schätzung. Für genehmigungs- oder sicherheitspflichtige Installationen sollte jedoch immer ein zugelassener Elektrofachbetrieb beauftragt werden. Die Ergebnisse des Rechners ersetzen keine fachkundige Prüfung nach VDE.

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