Verzugszinsen nach § 288 BGB taggenau mit dem aktuellen Basiszins
Verzugszinsen = Forderung × Zinssatz × Verzugstage ÷ 365. Der gesetzliche Zinssatz liegt für Verbraucher 5 Prozentpunkte über dem Basiszins, für Geschäfte zwischen Unternehmen 9 Punkte. Seit 1. Juli 2026 beträgt der Basiszins 1,52 %, also 6,52 % beziehungsweise 10,52 % Verzugszinsen. Der Rechner berücksichtigt jeden Basiszinswechsel seit 2013 taggenau.
Beim aktuellen Basiszins von 1,52 % (seit 01.07.2026) kostet eine Forderung von 1.000 € einen Verbraucher 6,52 % Verzugszinsen im Jahr: nach 30 Tagen 5,36 €, nach 90 Tagen 16,08 €, nach einem Jahr 65,20 €. Zwischen Unternehmern (10,52 %) sind es 105,20 € im Jahr, bei 5.000 € Forderung 326,00 € beziehungsweise 526,00 €.
| Gültig ab | Basiszins | Verbraucher (+5) | Unternehmer (+9) |
|---|---|---|---|
| 01.07.2026 | 1,52 % | 6,52 % | 10,52 % |
| 01.07.2025 | 1,27 % | 6,27 % | 10,27 % |
| 01.01.2025 | 2,27 % | 7,27 % | 11,27 % |
| 01.07.2024 | 3,37 % | 8,37 % | 12,37 % |
| 01.01.2024 | 3,62 % | 8,62 % | 12,62 % |
| 01.07.2023 | 3,12 % | 8,12 % | 12,12 % |
| 01.01.2023 | 1,62 % | 6,62 % | 10,62 % |
| 01.07.2016 | -0,88 % | 4,12 % | 8,12 % |
| 01.01.2015 | -0,83 % | 4,17 % | 8,17 % |
| 01.07.2014 | -0,73 % | 4,27 % | 8,27 % |
| 01.01.2014 | -0,63 % | 4,37 % | 8,37 % |
| 01.07.2013 | -0,38 % | 4,62 % | 8,62 % |
| 01.01.2013 | -0,13 % | 4,87 % | 8,87 % |
Quelle: Deutsche Bundesbank, § 247 BGB. Der Basiszins vom 1. Juli 2016 galt unverändert bis Ende 2022.
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| Forderung | Verbraucher, 30 Tage (€) | Verbraucher, 90 Tage (€) | Verbraucher, 1 Jahr (€) | Unternehmer, 1 Jahr (€) |
|---|---|---|---|---|
| 100 € | 0,54 | 1,61 | 6,52 | 10,52 |
| 500 € | 2,68 | 8,04 | 32,60 | 52,60 |
| 1000 € | 5,36 | 16,08 | 65,20 | 105,20 |
| 2000 € | 10,72 | 32,15 | 130,40 | 210,40 |
| 5000 € | 26,79 | 80,38 | 326,00 | 526,00 |
| 10000 € | 53,59 | 160,77 | 652,00 | 1.052,00 |
| 25000 € | 133,97 | 401,92 | 1.630,00 | 2.630,00 |
| 50000 € | 267,95 | 803,84 | 3.260,00 | 5.260,00 |
Gesetzlich sind 5 Prozentpunkte über dem Basiszins erlaubt, wenn ein Verbraucher beteiligt ist, und 9 Punkte bei Entgeltforderungen zwischen Unternehmen (§ 288 BGB). Seit 1. Juli 2026 sind das bei 1,52 % Basiszins 6,52 % beziehungsweise 10,52 % pro Jahr. Für 1.000 € und 60 Tage Verzug ergibt das 10,72 € oder 17,29 €. Unternehmen können von anderen Unternehmen zusätzlich 40 € Pauschale verlangen.
Seit 1. Juli 2026 beträgt der Verzugszins 6,52 % pro Jahr, wenn ein Verbraucher beteiligt ist, und 10,52 % bei Entgeltforderungen zwischen Unternehmen. Grundlage ist der Basiszins von 1,52 %, der davor seit Juli 2025 bei 1,27 % lag. Die Bundesbank passt ihn zum 1. Januar und 1. Juli an; der Rechner teilt einen Verzugszeitraum an jedem Wechsel in Abschnitte und kennt alle Werte seit 2013.
Der Zinssatz ist die Summe aus Basiszins und 5 Prozentpunkten. Bei 1,52 % Basiszins sind das 6,52 % pro Jahr. Es sind Prozentpunkte, keine Prozent: 5 % von 1,52 % wären nur 0,076 Punkte. War der Basiszins negativ wie von 2016 bis 2022 (−0,88 %), ergab das 4,12 %.
Forderung, ersten Verzugstag und Zahlungs- oder Stichtag in den Rechner eingeben und Verbraucher oder Unternehmer wählen. Er teilt den Zeitraum an jedem Basiszinswechsel und rechnet taggenau. Von Hand: Betrag × Zinssatz × Tage ÷ 365 für jeden Abschnitt, dann addieren.
Ab dem Tag nach Verzugseintritt. Verzug beginnt nach einer Mahnung, sofort nach einem kalendermäßig bestimmten Zahlungstermin wie „zahlbar bis 15. Oktober“ oder spätestens 30 Tage nach Fälligkeit und Zugang der Rechnung (§ 286 BGB). Gegenüber Verbrauchern gilt die 30-Tage-Regel nur, wenn die Rechnung darauf hinweist. Diesen Tag trägst du im Rechner als „Erster Verzugstag“ ein.
Nein, § 289 BGB verbietet Zinsen auf Verzugszinsen. Die Zinsen werden immer nur auf die ursprüngliche Forderung berechnet, auch wenn der Verzug Jahre dauert. Bei 5.000 € und gleichbleibend 6,52 % sind das 326 € im Jahr, nach drei Jahren also 978 € und nicht mehr. Der Rechner addiert die Zinsen der einzelnen Abschnitte, ohne sie erneut zu verzinsen.
Wie bei jeder Geldforderung: Bruttolohn × (Basiszins + 5 Punkte) × Verzugstage ÷ 365. Bleiben 3.000 € Lohn 30 Tage aus, sind das bei 6,52 % rund 16,08 €. Die Zinsen laufen ab dem Tag nach dem vereinbarten Zahltag, eine Mahnung ist dafür nicht nötig. Die 40-€-Pauschale steht Beschäftigten nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts nicht zu.
Verzugszinsen = Forderung × Zinssatz × Verzugstage ÷ 365 (in Schaltjahren 366). Der Zinssatz ist der gesetzliche Verzugszins nach § 288 BGB: Basiszinssatz plus 5 Prozentpunkte, wenn ein Verbraucher beteiligt ist, plus 9 Prozentpunkte bei Entgeltforderungen zwischen Unternehmern. Weil sich der Basiszins jedes halbe Jahr ändern kann, teilt der Rechner den Verzugszeitraum in Abschnitte und wendet auf jeden den damals gültigen Satz an. Zinseszinsen gibt es nicht (§ 289 BGB).
Seit dem 1. Juli 2026 beträgt der Basiszinssatz 1,52 %. Daraus folgen 6,52 % Verzugszinsen für Verbraucher und 10,52 % zwischen Unternehmen. Die Deutsche Bundesbank legt den Basiszins zum 1. Januar und 1. Juli neu fest und veröffentlicht ihn im Bundesanzeiger; die Tabelle im Rechner führt alle Werte seit 2013. Von Mitte 2016 bis Ende 2022 war der Basiszins negativ (−0,88 %), Verzugszinsen lagen damals bei 4,12 % beziehungsweise 8,12 %.
Verzug tritt nach § 286 BGB ein, sobald der Schuldner nach Fälligkeit gemahnt wurde, spätestens aber 30 Tage nach Fälligkeit und Zugang der Rechnung. Gegenüber Verbrauchern gilt die 30-Tage-Regel nur, wenn die Rechnung ausdrücklich darauf hinweist. Ist ein Zahlungstermin nach dem Kalender bestimmt („zahlbar bis 15.03."), beginnt der Verzug am Tag danach, ohne Mahnung. Der erste Verzugstag ist also der Tag nach dem Fälligkeitstermin, nicht der Termin selbst.
Eine Rechnung über 1.000 € an einen Verbraucher ist seit dem 1. Januar 2026 im Verzug und wird am 31. Dezember 2026 bezahlt. Vom 1. Januar bis 30. Juni gilt 1,27 % + 5 = 6,27 % (181 Tage): 31,09 €. Vom 1. Juli bis 31. Dezember gilt 1,52 % + 5 = 6,52 % (184 Tage): 32,87 €. Zusammen 63,96 € Verzugszinsen. Zwischen Unternehmern wären es mit 9 Punkten Aufschlag 103,96 €, dazu die Mahnpauschale von 40 €.
Zwischen Unternehmern steht dem Gläubiger neben den Zinsen eine Pauschale von 40 € zu (§ 288 Abs. 5 BGB), auch ohne Mahnung. Gegenüber Verbrauchern gibt es sie nicht. Zusätzlich sind Mahnkosten und Rechtsanwaltsgebühren als Verzugsschaden ersatzfähig, sofern sie nach Verzugseintritt entstanden sind.
Der Rechner zählt jeden Kalendertag und teilt durch die Tage des Jahres (365 oder 366). Manche Rechner und Mahnverfahren rechnen mit Banktagen, 30 Tage je Monat und 360 Tage je Jahr; der Unterschied liegt im Promillebereich. Vor Gericht wird üblicherweise taggenau gerechnet.