Blutwert einordnen, Bedarf nach DGE, IE in µg und ng/ml in nmol/l umrechnen
Der Rechner ordnet deinen 25(OH)D-Blutwert ein (ab 50 nmol/l oder 20 ng/ml gilt die Versorgung laut DGE als gut), nennt den DGE-Schätzwert von 20 µg (800 IE) pro Tag und die Höchstmengen, rechnet IE in µg und ng/ml in nmol/l um und zeigt den rechnerischen Fehlbetrag nach der Formel von van Groningen. Er ersetzt keine ärztliche Dosierung.
Ein Vitamin-D-Blutwert (25(OH)D) ab 20 ng/ml, das sind rund 50 nmol/l, gilt laut DGE als gute Versorgung. Unter 12 ng/ml (30 nmol/l) liegt ein Mangel vor; ab 40 ng/ml (100 nmol/l) sah das BfR 2025 in Studien ein erhöhtes Risiko für Stürze und Knochenbrüche. Bei fehlender Eigensynthese schätzt die DGE den Bedarf auf 20 µg (800 IE) pro Tag, im ersten Lebensjahr auf 10 µg (400 IE). 1 µg sind 40 IE, 1 ng/ml sind 2,5 nmol/l.
| 25(OH)D | in nmol/l | Einordnung |
|---|---|---|
| 5 ng/ml | 12,5 nmol/l | Mangel |
| 10 ng/ml | 25,0 nmol/l | Mangel |
| 12 ng/ml | 30,0 nmol/l | unzureichend |
| 15 ng/ml | 37,4 nmol/l | unzureichend |
| 20 ng/ml | 49,9 nmol/l | ausreichend |
| 25 ng/ml | 62,4 nmol/l | ausreichend |
| 30 ng/ml | 74,9 nmol/l | hoch-normal |
| 35 ng/ml | 87,4 nmol/l | hoch-normal |
| 40 ng/ml | 99,8 nmol/l | hoch |
| 50 ng/ml | 124,8 nmol/l | zu hoch |
| 60 ng/ml | 149,8 nmol/l | zu hoch |
| 80 ng/ml | 199,7 nmol/l | zu hoch |
| 100 ng/ml | 249,6 nmol/l | zu hoch |
| 150 ng/ml | 374,4 nmol/l | zu hoch |
Laut DGE brauchen Kinder ab einem Jahr, Jugendliche und Erwachsene 20 µg (800 IE) pro Tag, wenn der Körper selbst kein Vitamin D bildet, Säuglinge 10 µg (400 IE). Im Sommer übernimmt die Sonne einen großen Teil. Ob ein Mangel vorliegt, zeigt nur der 25(OH)D-Blutwert; eine Auffüllung sollte ärztlich geplant werden.
2.000 IE sind 50 µg. Für Erwachsene liegt das unter der tolerierbaren Höchstmenge der EFSA von 100 µg (4.000 IE), für Kinder von 1 bis 10 Jahren ist es bereits die Höchstmenge. Das BfR empfiehlt aus Nahrungsergänzungsmitteln höchstens 20 µg (800 IE) pro Tag; mehr sollte nur bei nachgewiesenem Mangel und in Absprache mit der Arztpraxis eingenommen werden.
Die offiziellen Empfehlungen richten sich nicht nach dem Gewicht: 20 µg (800 IE) pro Tag für Erwachsene. Manche Rechner nutzen 40 bis 60 IE pro kg; bei 80 kg ergäbe das bis zu 4.800 IE und damit mehr als die Höchstmenge. Nach Gewicht rechnet nur die Formel von van Groningen für die einmalige Auffüllmenge: 40 IE × (Ziel − Ist in nmol/l) × kg.
Ab 50 nmol/l (20 ng/ml) gilt die Versorgung laut DGE als gut, bis etwa 75 bis 100 nmol/l als unbedenklich. Unter 30 nmol/l (12 ng/ml) liegt ein Mangel vor. Werte ab 100 nmol/l (40 ng/ml) waren in Studien mit mehr Stürzen und Knochenbrüchen verbunden, über 125 nmol/l sind Nebenwirkungen möglich.
Mit 2,496 malnehmen, gerundet 2,5: 20 ng/ml sind 49,9 nmol/l, 30 ng/ml sind 74,9 nmol/l. Umgekehrt nmol/l durch 2,496 teilen: 75 nmol/l sind 30 ng/ml.
25 µg. 1 µg Vitamin D entspricht 40 Internationalen Einheiten: 400 IE sind 10 µg, 800 IE sind 20 µg, 2.000 IE sind 50 µg, 20.000 IE sind 500 µg.
Ja, allerdings nur über Präparate, nicht über die Sonne. Eine Überdosierung erhöht den Kalziumspiegel im Blut und kann Übelkeit, Nierensteine und Herzrhythmusstörungen auslösen. Das BfR rät von hohen Einzeldosen im Abstand von Tagen oder Wochen ohne ärztliche Kontrolle ab.
Der Rechner beantwortet drei Fragen: Wie ist mein Blutwert einzuordnen? Wie viel Vitamin D braucht der Körper laut den offiziellen Stellen, und wie viel ist höchstens sinnvoll? Und wie rechne ich Internationale Einheiten in Mikrogramm und ng/ml in nmol/l um? Für Erwachsene mit bekanntem Blutwert zeigt er außerdem den rechnerischen Fehlbetrag nach der Formel von van Groningen. Das ist eine Modellrechnung. Eine Auffüllung mit hohen Dosen gehört nach Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) in ärztliche Hand.
Gemessen wird 25-Hydroxyvitamin-D, kurz 25(OH)D, die Speicherform im Blut. Labore geben den Wert in nmol/l oder in ng/ml an; 1 ng/ml entspricht 2,496 nmol/l, gerundet 2,5.
Viele Online-Rechner und Shops empfehlen Zielwerte von 40 bis 60 ng/ml. Das liegt über dem Bereich, den DGE und BfR für sinnvoll halten.
Die DGE nennt als Schätzwert für die Zufuhr, wenn der Körper selbst kein Vitamin D bildet, 20 µg (800 IE) pro Tag für Kinder ab einem Jahr, Jugendliche und Erwachsene sowie 10 µg (400 IE) im ersten Lebensjahr. Von April bis September bildet die Haut bei ausreichend Sonne einen großen Teil selbst; dafür genügen oft 5 bis 25 Minuten Sonne auf Gesicht, Händen und Armen, ohne Sonnenbrand. Säuglinge erhalten in Deutschland im ersten Lebensjahr eine Vitamin-D-Prophylaxe über die Kinderarztpraxis.
1 µg Vitamin D entspricht 40 Internationalen Einheiten (IE), 1 IE sind 0,025 µg.
Für Erwachsene mit niedrigem Blutwert haben van Groningen und Kollegen 2010 eine Faustformel für die gesamte Auffülldosis veröffentlicht: Dosis in IE = 40 × (Zielwert − Istwert in nmol/l) × Körpergewicht in kg. Eine 70 kg schwere Person mit 30 nmol/l bräuchte für das Ziel 50 nmol/l rechnerisch 40 × 20 × 70 = 56.000 IE, verteilt auf zwölf Wochen rund 670 IE pro Tag zusätzlich. Der Rechner lässt nur die Zielwerte 50 und 75 nmol/l zu und warnt, sobald die Tagesmenge die Empfehlungen überschreitet. Für Kinder und Jugendliche rechnet er keinen Fehlbetrag aus. Weitere Werkzeuge rund um die Gesundheit: der BMI-Rechner und der Kalorienrechner.