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Dropshipping-Gewinn-Rechner

Gewinn pro Sale, Marge & Break-Even für Dropshipping

Kurz erklärt

Dieser Rechner zeigt dir sofort, wie viel Gewinn du pro Dropshipping-Verkauf erzielst – inklusive Marge und Break-Even-Punkt. Gib einfach Einkaufspreis, Verkaufspreis und laufende Kosten ein, und der Rechner übernimmt den Rest. So behältst du deine Zahlen im Blick, bevor du ein Produkt launchst.

Was Dropshipping wirklich kostet – und wann es sich lohnt

Dropshipping klingt nach dem perfekten Geschäftsmodell: kein Lager, kein Eigenkapital für Ware, trotzdem ein laufendes Geschäft. Die Realität ist kleinteiliger. Wer ein Produkt für 9,99 € bei einem chinesischen Lieferanten einkauft und es für 29,99 € verkauft, sieht auf den ersten Blick 20 € Gewinn – und verliert dabei aus dem Blick, dass Shopify, Zahlungsanbieter, Meta-Ads und Versandkosten zusammen leicht 15–18 € davon auffressen können. Übrig bleiben 2–5 € pro Bestellung, wenn überhaupt.

Das ist kein Ausnahmefall. Laut einer Analyse von Shopify-Händlerdaten aus 2024 liegt die durchschnittliche Nettomarge im Dropshipping bei 10–20 % – deutlich unter dem, was die meisten Starter erwarten. Der Break-even ist oft höher als gedacht, weil feste Kosten wie das Shopify-Abo (ab 29 €/Monat im Basic-Tarif) auf jede Bestellung umgelegt werden müssen.

Die Kostenstruktur im Detail

Um die Marge sauber zu berechnen, müssen alle Kostenblöcke auf Bestellebene heruntergebrochen werden. Der Zahlungsanbieter – bei Stripe oder Shopify Payments in Deutschland standardmäßig 1,5 % + 0,25 € pro Transaktion im Inland, bei Kreditkarten aus dem Nicht-EWR-Raum bis zu 3,25 % – ist ein oft unterschätzter Faktor. Wer den Rechner oben mit dem US-Standard von 2,9 % + 0,30 € befüllt, liegt international richtig, sollte aber für den deutschen Markt auf die aktuellen Shopify-Payments-Konditionen (Stand 2026) prüfen.

Hinzu kommen die variablen Versandkosten vom Lieferanten. Bei AliExpress-Dropshipping über DSers oder AutoDS pendeln diese für Standardpakete nach Deutschland zwischen 1,50 € und 4 €, per ePacket oder YunExpress. Spocket und Zendrop bieten EU-basierte Lieferanten an – die Einkaufspreise sind 20–40 % höher, aber die Versandzeiten sinken auf 3–7 Tage, was Return-Raten nachweislich senkt. Das beeinflusst die Marge ebenfalls, weil Retouren direkt Kosten erzeugen.

  • Produktkosten: Einkaufspreis beim Lieferanten inkl. Menge-Rabatt
  • Eingehende Versandkosten: Was der Lieferant pro Paket berechnet
  • Zahlungsgebühren: % + Fixbetrag pro Transaktion
  • Shopify-Abo: Monatliche Fixkosten, geteilt durch Bestellungen
  • Werbekosten pro Bestellung: CPC × CTR-Faktor oder ROAS-basiert

Zwei konkrete Szenarien – klein und skaliert

Szenario A – 50 Bestellungen/Monat: Verkaufspreis 34,99 €, Einkauf 8,00 €, Versand Lieferant 2,50 €, Zahlungsgebühr (2,9 % + 0,30 €) = 1,31 €, Shopify Basic 29 €/Monat ÷ 50 Bestellungen = 0,58 €, Werbekosten pro Sale 7,00 €. Ergibt: 34,99 − 8,00 − 2,50 − 1,31 − 0,58 − 7,00 = 15,60 € Gewinn pro Sale, also 780 € Nettogewinn im Monat bei einer Marge von 44,6 %. Das klingt gut – aber 50 Bestellungen bei 7 € Werbekosten pro Sale bedeuten 350 € Monatsetat für Ads, was einen ROAS von etwa 5,0 erfordert. Das ist erreichbar, aber nicht trivial.

Szenario B – 300 Bestellungen/Monat: Gleiche Produktkalkulation, aber Shopify Advanced (299 €/Monat) wegen verbesserter Berichte und niedrigerer Transaktionsgebühren (0,5 % statt 2 % bei externen Gateways). Shopify-Kosten pro Sale sinken auf 1,00 €. Werbekosten steigen leicht auf 8,50 €/Sale durch höheren CPC bei breiteren Zielgruppen. Gewinn pro Sale: 34,99 − 8,00 − 2,50 − 1,31 − 1,00 − 8,50 = 13,68 €, also 4.104 € Nettogewinn/Monat. Marge 39,1 %. Das Volumen kompensiert die leicht gesunkene Prozentzahl.

Drei Fehler, die die Kalkulation zerstören

1. Retourenkosten ignorieren: Im deutschen Markt haben Käufer 14 Tage gesetzliches Widerrufsrecht. Eine Retourenquote von 10 % (im Bekleidungssegment 30 %+) kostet bei 34,99 €-Produkten und Rückversandübernahme schnell 5–8 € pro Return-Fall – nicht im Gewinn enthalten, wenn man nur den Einkauf kalkuliert.

2. Kleinunternehmerregelung falsch einkalkulieren: Wer unter 22.000 € Jahresumsatz bleibt und die Kleinunternehmerregelung nach §19 UStG nutzt, weist keine Umsatzsteuer aus – kann aber auch keine Vorsteuer geltend machen. Bei Lieferanten aus Drittstaaten ist das steuerlich neutral; bei EU-Lieferanten wie Spocket kann die fehlende Vorsteuerabzugsfähigkeit 19 % auf den Einkaufspreis als echten Kostennachteil darstellen.

3. Break-even-Bestellungen zu niedrig ansetzen: Der Break-even berechnet sich nicht nur aus Produktkosten vs. Verkaufspreis, sondern muss die Fixkosten (Shopify, Domain, AutoDS-Abo ab 19,90 €/Monat, ggf. Zendrop-Plan) vollständig abdecken. Wer bei 20 Bestellungen/Monat rechnet, aber 80 € Fixkosten hat, braucht tatsächlich ~26 Bestellungen, bevor die erste Bestellung in Gewinn umschlägt – nicht 20.

Lohnt sich Dropshipping 2026 noch?

Direkte Antwort: Ja, aber mit eng definierten Bedingungen. Der AliExpress-Massendropshipping-Ansatz aus 2018 – Trend-Produkt kopieren, Facebook-Ad schalten, Gewinn mitnehmen – ist durch gestiegene CPCs (Meta-Ads Q4 2025: durchschnittlich 1,30–1,80 € CPC in Deutschland), bessere Wettbewerbsfilter bei Facebook und informiertere Käufer deutlich schwieriger geworden. Wer heute profitabel skaliert, kombiniert EU-nahe Lieferanten für kurze Lieferzeiten, ein klar abgegrenztes Nischensortiment und einen AOV (Average Order Value) von mindestens 40 €.

Dropshipping mit Shopify funktioniert am besten als Testphase vor dem Aufbau eines eigenen Markengeschäfts – also als Marktvalidierung mit echtem Käuferfeedback, bevor man in Lagerware investiert. Als dauerhaftes Geschäftsmodell ohne Differenzierung ist die Marge zu dünn, um langfristig gegen Amazon und spezialisierte Händler zu bestehen. Wer die Gewinnspannen verschiedener Produkte systematisch vergleichen will, kann ergänzend den Etsy-Gebühren-Rechner auf simple-calculator.online für plattformübergreifende Vergleiche nutzen.

Häufige Fragen zum Dropshipping Rechner

Welche Marge ist im Dropshipping realistisch?

Netto 15–25 % sind ein realistischer Zielbereich für ein gut optimiertes Dropshipping-Geschäft. Margen über 40 % sind möglich, erfordern aber entweder sehr geringe Werbekosten (organischer Traffic, SEO) oder Produkte mit ungewöhnlich hohem Einkaufspreis-zu-Verkaufspreis-Verhältnis. Unter 10 % Nettomarge ist das Risiko-Ertragsverhältnis für die meisten Märkte nicht tragfähig.

Wie berechne ich die Werbekosten pro Bestellung?

Teile die gesamten Werbeausgaben eines Zeitraums durch die Anzahl der daraus resultierenden Bestellungen. Bei einem ROAS von 4,0 und einem Verkaufspreis von 40 € bedeutet das: 40 € ÷ 4 = 10 € Werbekosten pro Sale. Alternativ: CPA direkt aus dem Facebook- oder Google-Ads-Dashboard ablesen und in den Rechner eingeben.

Shopify Basic oder Advanced – wann lohnt sich der Wechsel?

Ab ca. 150–200 Bestellungen pro Monat lohnt sich der Wechsel auf Shopify Shopify (79 €/Monat), hauptsächlich wegen der niedrigeren externen Transaktionsgebühren (1 % statt 2 %). Ab 300+ Bestellungen rechnet sich Advanced (299 €/Monat) durch den 0,5 %-Transaktionssatz und bessere Versandrabatte.

Muss ich auf Dropshipping-Gewinne in Deutschland Steuern zahlen?

Ja. Gewinne aus Dropshipping sind in Deutschland einkommensteuerpflichtig. Sobald der Umsatz 22.000 € überschreitet, entfällt die Kleinunternehmerregelung und Umsatzsteuer muss ausgewiesen werden. Bei EU-weitem Verkauf greift ab 10.000 € Umsatz die OSS-Regelung (One Stop Shop) für die Mehrwertsteuerabführung in den Empfängerländern.

Wie zuverlässig ist der Break-even-Wert im Rechner?

Der Break-even im Rechner zeigt, wie viele Verkäufe nötig sind, um alle eingegebenen Fixkosten zu decken. Die Zahl ist nur so präzise wie die eingegebenen Werte – insbesondere Werbekosten schwanken stark nach Saison, Zielgruppe und Wettbewerb. Den Rechner oben mit verschiedenen Werbekostenszenarien durchspielen gibt ein realistisches Bild der Risikobandbreite.

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