Listing, Transaktion, Payment & Offsite Ads → Netto-Gewinn
Dieser Rechner zeigt dir genau, wie viel du nach allen Etsy-Gebühren wirklich verdienst. Er berücksichtigt die Listing-Gebühr (0,20 $), die Transaktionsgebühr (6,5 %), die Zahlungsabwicklungsgebühr sowie optionale Offsite-Ads-Kosten. Gib einfach deinen Verkaufspreis und Versandkosten ein – und sieh deinen Netto-Gewinn auf einen Blick.
Danke für dein Feedback!
Pro Verkauf fallen für deutsche Shops drei Grundgebühren an: 0,20 US-Dollar Einstellgebühr je Artikel, 6,5 % Transaktionsgebühr auf Artikelpreis und Versand sowie 4 % plus 0,30 € Zahlungsabwicklung. Bei einem Artikel für 40 € ohne Versandkosten sind das 2,60 € plus 1,90 € und die Einstellgebühr, zusammen rund 4,68 € oder knapp 12 %; der Rechner rechnet die 0,20 US-Dollar grob in 0,18 € um. Kommt der Verkauf über Offsite Ads zustande, werden zusätzlich 15 % fällig.
Ja, die Gebühren fallen unabhängig vom Steuerstatus an. Als Kleinunternehmer nach § 19 UStG kannst du die Umsatzsteuer, die Etsy auf seine Gebühren berechnet, aber nicht als Vorsteuer zurückholen, sie ist für dich echte Kosten. Seit 2025 gilt die Kleinunternehmerregelung bis 25.000 € Umsatz im Vorjahr und 100.000 € im laufenden Jahr. Der Rechner zeigt die Gebühren ohne diese Umsatzsteuer.
Einstellgebühr + 6,5 % von Preis plus Versand + 4 % davon plus 0,30 € Zahlungsabwicklung. Für 25 € Artikelpreis und 5 € Versand: 0,18 + 1,95 + 1,50 = 3,63 €, wobei 0,18 € grob den 0,20 US-Dollar Einstellgebühr entsprechen. Mit Offsite Ads kommen 15 % von 30 € dazu, also 4,50 €. Der Rechner zieht außerdem deine Material- und Versandkosten ab und zeigt Gewinn, Marge und den Monatsgewinn bei 100 Verkäufen.
Das hängt vor allem von deiner Marge ab. Mit den Vorgaben des Rechners, 25 € Preis plus 5 € Versand, 8 € Produktkosten und 4 € eigenem Porto, gehen 3,63 € an Etsy und dir bleiben 14,37 € pro Verkauf, eine Marge von 47,9 %. Kommt der Käufer über eine Offsite-Anzeige, kostet das weitere 4,50 € und es bleiben 9,87 €. Deine Arbeitszeit und Steuern rechnet der Rechner nicht ein.
Du brauchst eine Gewerbeanmeldung, ein vollständiges Impressum, eine Widerrufsbelehrung und Datenschutzhinweise, außerdem Endpreise inklusive Umsatzsteuer, als Kleinunternehmer mit Hinweis auf § 19 UStG, und klar ausgewiesene Versandkosten. Kalkuliere alle Gebühren ein: Bei 20 € Artikelpreis ohne Versandkosten gehen laut Rechner 2,58 € an Etsy, knapp 13 % des Preises. Kommt der Verkauf über Offsite Ads, sind es 5,58 €.
Wer zum ersten Mal einen Artikel auf Etsy einstellt, sieht eine überschaubare Einstellgebühr von 0,20 US-Dollar und denkt: günstig. Der Schock kommt bei der monatlichen Abrechnung. Etsy zieht mindestens vier separate Gebühren vom Erlös ab – und wer sie nicht alle kennt, kalkuliert seinen Preis systematisch falsch. Stand 2026 setzt sich die Gesamtbelastung für einen typischen Artikel so zusammen:
Wichtig: Seit Etsy die Transaktionsgebühr im April 2022 von 5 % auf 6,5 % angehoben hat, zeigen viele ältere Ratgeber und Tabellenkalkulationen noch den alten Satz. Wer seine Marge auf Basis von 5 % plant, verschenkt 1,5 Prozentpunkte bei jedem einzelnen Verkauf – bei einem €40-Artikel macht das €0,60 pro Sale aus, also über €70 im Monat bei 120 Verkäufen.
Um zu verstehen, was am Ende wirklich übrig bleibt, lohnt sich ein Blick auf zwei realistische Szenarien: ein kleines Nebenprojekt und ein skalierendes Shop-Modell.
Szenario 1 – Kleinverkäufer, 30 Verkäufe/Monat: Artikelpreis €25, Herstellungskosten €8. Etsy zieht ab: 0,20 US-Dollar Einstellgebühr (rund €0,18) + €1,63 Transaktionsgebühr + €1,30 Zahlungsabwicklung = rund €3,11 an Plattformgebühren. Nettoerlös: rund €21,90. Minus €8 Kosten ergibt einen Gewinn von €13,90 pro Verkauf – Marge 55,6 %. Bei 30 Verkäufen im Monat: rund €417 Gewinn. Klingt solide, bis Offsite Ads greifen.
Szenario 2 – Wachsender Shop, 120 Verkäufe/Monat: Gleicher Artikel, gleiche Kosten. Hat der Shop Offsite Ads aktiv und kommen 40 % der Verkäufe darüber zustande (ein realistischer Wert für optimierte Listings), fällt auf diese 48 Verkäufe zusätzlich eine Gebühr von 15 % = €3,75 an. Der Gewinn pro Offsite-Sale sinkt auf €10,15 – Marge nur noch 40,6 %. Monatlicher Gesamtgewinn: ca. €1.487 statt der erhofften €1.667. Die Differenz von rund €180 im Monat entsteht allein durch eine nicht einkalkulierte Gebührenart.
Die Lücke zwischen erwartetem und tatsächlichem Gewinn hat fast immer eine von drei Ursachen.
Tools wie eRank oder Alura helfen dabei, Konkurrenzpreise zu analysieren – aber die eigene Gebührenstruktur müssen Verkäufer selbst im Griff haben, bevor sie einen Preis festlegen.
Die ehrliche Antwort: ja, aber mit engeren Margen als noch 2020. Die Gebührenerhöhung 2022, die Offsite Ads und der gestiegene Wettbewerb in Kategorien wie Printables, Schmuck und digitalem Download haben die Break-even-Preise deutlich nach oben verschoben. Shops, die physische Handmade-Produkte mit klarer Nischenpositionierung verkaufen, erzielen laut Etsy-eigenen Daten nach wie vor überdurchschnittliche Conversion Rates im Vergleich zu Generalisten.
Für digitale Produkte – Vorlagen, SVG-Dateien, Planer – ist Etsy weiterhin attraktiv, weil die variablen Kosten nahezu null sind und die 0,20 US-Dollar Einstellgebühr pro Verkauf bei hohem Volumen kaum ins Gewicht fällt. Wer hingegen physische Produkte mit €5–8 Herstellungskosten unter €20 Verkaufspreis anbietet, sollte nachrechnen: Nach allen Gebühren bleibt dort oft weniger als 30 % Marge – zu wenig, um Stundenlohn und Rücklagen zu decken. Sale Samurai liefert Suchvolumendaten, mit denen sich einschätzen lässt, ob eine Nische überhaupt genug Traffic hat, um ein Shop-Wachstum zu rechtfertigen.
Ein Detail, das viele übersehen: Etsy verrechnet bei Shops mit aktivierten Offsite Ads die 15 %-Gebühr innerhalb von 30 Tagen nach dem Klick – nicht nach dem Kauf. Kauft ein Kunde 25 Tage nach dem initialen Klick, wird die Provision trotzdem fällig. Das beeinflusst die tatsächliche Gebührenbelastung bei Produkten mit längerer Kaufentscheidungsphase stärker als bei Impulskäufen.
Ohne Offsite Ads liegt die Gesamtbelastung bei einem €30-Artikel zwischen gut 12 % (ohne Versand) und knapp 14 % des Verkaufspreises (bei 5 € Versand) – abhängig davon, wie hoch der Versandanteil ist. Mit Offsite Ads steigt sie auf 27–31 %. Die Einstellgebühr von 0,20 US-Dollar ist bei niedrigem Preis prozentual am schwersten.
Ja, solange der Shop in den letzten 365 Tagen weniger als 10.000 US-Dollar Umsatz erzielt hat: Dann lässt sich die Teilnahme in den Werbeeinstellungen abschalten, die Gebühr beträgt 15 %. Ab 10.000 US-Dollar ist die Teilnahme verpflichtend, dafür sinkt die Gebühr auf 12 %; der Rechner rechnet nur mit 15 %. Fällig wird sie nur bei Verkäufen, die über externe Anzeigen etwa bei Google oder Pinterest zustande kommen, und höchstens 100 US-Dollar pro Bestellung.
Ja – wer in Deutschland die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG in Anspruch nimmt und einen Jahresumsatz unter €25.000 hat, muss keine Umsatzsteuer auf den Rechnungsbetrag aufschlagen oder abführen. Etsy-Gebühren müssen dann allerdings als Betriebsausgaben mit Vorsteuerabzugsbeschränkung gebucht werden.
Die 6,5 % Transaktionsgebühr wird auf den Gesamtbetrag erhoben – also Artikelpreis plus ausgewiesene Versandkosten. Wer €4,99 Versand berechnet, zahlt darauf zusätzlich rund €0,32 Transaktionsgebühr. Das ist besonders relevant für schwere oder sperrige Artikel mit hohen Versandkosten.
Sobald die Gesamtgebühren mehr als 20 % des Verkaufspreises ausmachen, hilft eine Preissenkung strukturell nicht weiter – sie verringert nur die absolute Marge. Eine Preiserhöhung um 10–15 % senkt die relative Gebührenbelastung und erhöht den Spielraum für Marketing. Wer sich unsicher ist, wo sein Break-even liegt, kann auch den Affiliate-Marketing-Rechner auf simple-calculator.online für Vergleichsszenarien nutzen.
Trag deine eigenen Zahlen oben in den Rechner ein – du siehst sofort, ob dein aktueller Verkaufspreis nach allen Etsy-Gebühren noch eine tragfähige Marge lässt.