Strom in Ampere, Absicherung & Kabelquerschnitt für Stromkreise
Ampere berechnen aus Watt: I = P / (U × cos φ), bei Drehstrom I = P / (√3 × U × cos φ). Der Rechner nennt dazu die nächste Standardsicherung und den Mindestquerschnitt nach IEC 60364-5-52 – oder umgekehrt die größte Sicherung für einen vorhandenen Querschnitt.
Eine Leitung mit 1,5 mm² wird mit höchstens 16 A abgesichert, 2,5 mm² mit 20 A und 4 mm² mit 25 A (Mantelleitung im Rohr, Wechselstrom, 30 °C). An einer 16-A-Sicherung hängen bei 230 V höchstens 3.680 W, bei 400 V Drehstrom 11.085 W. Richtwerte nach IEC 60364-5-52 – die Installation gehört in die Hand einer Elektrofachkraft.
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| Querschnitt | Belastbarkeit (B2) | Sicherung 230 V | max. Leistung 230 V | Sicherung 400 V (3~) | max. Leistung 400 V | in Wärmedämmung (A2) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1,5 mm² | 16,5 A | 16 A | 3.680 W | 13 A | 9.007 W | 13 A |
| 2,5 mm² | 23 A | 20 A | 4.600 W | 20 A | 13.856 W | 16 A |
| 4 mm² | 30 A | 25 A | 5.750 W | 25 A | 17.321 W | 25 A |
| 6 mm² | 38 A | 32 A | 7.360 W | 32 A | 22.170 W | 32 A |
| 10 mm² | 52 A | 50 A | 11.500 W | 40 A | 27.713 W | 40 A |
| 16 mm² | 69 A | 63 A | 14.490 W | 50 A | 34.641 W | 50 A |
| 25 mm² | 90 A | 80 A | 18.400 W | 80 A | 55.426 W | 63 A |
| 35 mm² | 111 A | 100 A | 23.000 W | 80 A | 55.426 W | 80 A |
| 50 mm² | 133 A | 125 A | 28.750 W | 100 A | 69.282 W | 100 A |
0,75 mm² ist ein Querschnitt für flexible Geräteleitungen: Nach EN 60335-1 für Geräte bis 6 A, bei 230 V also rund 1.380 W. Für feste Installationen wie Steckdosen und Licht sind mindestens 1,5 mm² vorgeschrieben.
Bei Mantelleitung im Rohr und Wechselstrom: 1,5 mm² → 16 A, 2,5 mm² → 20 A, 4 mm² → 25 A, 6 mm² → 32 A, 10 mm² → 50 A, 16 mm² → 63 A. In einer wärmegedämmten Wand sinkt der Wert, etwa 1,5 mm² → 13 A und 2,5 mm² → 16 A.
Mit 20 A bei Mantelleitung im Rohr (B2), mit 25 A direkt unter Putz (C) und mit 16 A in einer wärmegedämmten Wand (A2) – jeweils Wechselstrom, 30 °C, einzeln verlegt. Liegen mehrere Leitungen gebündelt, sinkt der Wert weiter.
1.500 W ziehen bei 230 V 6,5 A. Die nächste Standardsicherung ist 10 A; an einem üblichen 16-A-Stromkreis ist das Gerät problemlos.
Bei 230 V höchstens 3.680 W, bei 400 V Drehstrom 11.085 W (cos φ = 1). Für Dauerlasten sollte man unter diesem Wert bleiben.
Bei 400 V Drehstrom √3 × 400 V × 150 A = 103,9 kW, bei 230 V Wechselstrom 34,5 kW (cos φ = 1). Motoren mit cos φ unter 1 entsprechend weniger.
Ob beim Hausbau, bei der Renovierung oder bei der Installation neuer Elektrogeräte – die richtige Absicherung elektrischer Leitungen ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für einen sicheren und normenkonformen Betrieb. Unser kostenloser Sicherungsrechner hilft Ihnen dabei, schnell und zuverlässig die passende Sicherungsgröße sowie den dazu nötigen Mindestquerschnitt des Kabels zu ermitteln.
Eine zu schwach dimensionierte Sicherung löst bei normaler Last ständig aus und unterbricht den Betrieb. Eine zu stark ausgelegte Sicherung hingegen schützt die Leitung nicht ausreichend – im schlimmsten Fall kann es zu Überhitzung, Kabelbrand oder sogar Hausbrand kommen. Die korrekte Auslegung von Leitungsschutzschaltern ist daher nicht nur eine Frage des Komforts, sondern eine Sicherheitspflicht gemäß DIN VDE 0100.
Mit unserem Sicherungsrechner vermeiden Sie typische Planungsfehler und erhalten eine fundierte Grundlage für Gespräche mit dem Elektriker oder für eigene elektrotechnische Grundkenntnisse.
Die Berechnung basiert auf dem Ohmschen Gesetz bzw. der Leistungsformel P = U · I · cos φ und den Belastbarkeitswerten der IEC 60364-5-52. Sie geben folgende Werte ein:
Auf Basis dieser Eingaben berechnet der Rechner den Betriebsstrom, die nächste passende Nennstromstärke des Leitungsschutzschalters (z. B. 16 A, 20 A, 25 A), den erforderlichen Mindestquerschnitt des Kabels, die maximale Last an dieser Sicherung und ihre Auslastung in Prozent. Den Spannungsfall berechnet er nicht – dafür gibt es den Kabelquerschnittsrechner.
Ein haushaltsüblicher Elektroherd mit Backofen hat eine Leistung von ca. 7.200 Watt bei 400 V (dreiphasig). Der Rechner ermittelt daraus einen Strom von 10,4 A pro Phase, die nächste Standardsicherung von 13 A und bei Verlegeart B2 einen Mindestquerschnitt von 1,5 mm². Wird der Herd, wie häufig üblich, mit einem Leitungsschutzschalter B16 abgesichert, sind 2,5 mm² nötig, denn 1,5 mm² trägt dreiphasig in B2 nur 15 A.
Eine Splitklimanlage mit 3.500 Watt benötigt bei 230 V einen Strom von ca. 15,2 A. Hier ergibt der Rechner eine 16-A-Sicherung (Auslastung 95 %) und bei Verlegung im Rohr (B2) mindestens 1,5 mm² Kupferleitung, in einer wärmegedämmten Wand (A2) 2,5 mm². Den Spannungsfall prüft dieser Rechner nicht: Schon bei 20 m Leitungslänge läge er mit 1,5 mm² über 3 %, dann sind 2,5 mm² nötig.
Für eine Außensteckdose mit maximal 3.680 Watt Belastung (16 A bei 230 V) ist ein B16-Automat mit einem Querschnitt von 1,5 mm² (im Rohr oder unter Putz) bei kurzen Leitungen ausreichend. Eine Spannungsfall-Warnung gibt der Sicherungsrechner nicht: Bei 16 A über 20 m ergäbe 1,5 mm² bereits 3,3 %, dann sind 2,5 mm² erforderlich.
Der Spannungsfall beschreibt den Verlust an elektrischer Spannung entlang einer Leitung. In Hausinstallationen gilt meist ein Richtwert von maximal 3 %. Bei zu dünnen Kabeln oder sehr langen Leitungswegen steigt der Spannungsfall, was zu schlechterer Energieeffizienz und möglichen Schäden an Geräten führt. Lange Leitungen prüfen Sie deshalb mit dem Kabelquerschnittsrechner.
Der Kabelquerschnitt beeinflusst außerdem die Strombelastbarkeit. Ein 1,5-mm²-Kupferleiter trägt als Mantelleitung im Rohr (B2) 16,5 A und direkt unter Putz (C) 19,5 A, ein 2,5-mm²-Leiter 23 A bzw. 27 A (Wechselstrom, 30 °C). Die größte Sicherung ist damit 16 A für 1,5 mm² sowie 20 A (B2) bzw. 25 A (C) für 2,5 mm². Unser Rechner berücksichtigt diese Werte automatisch und zeigt stets den kleinsten Querschnitt, dessen Belastbarkeit die Sicherung trägt.
Leitungsschutzschalter gibt es in verschiedenen Auslösecharakteristiken:
Die Charakteristik wählt der Rechner nicht aus: Er ermittelt den Nennstrom, die Charakteristik richtet sich nach dem Verbraucher – für Steckdosen und Licht ist im Haushalt Typ B üblich.
Unser Sicherungsrechner richtet sich an Heimwerker, Elektriker, Bauplaner, Architekten und alle, die sich mit der Elektroinstallation beschäftigen. Er ersetzt keine professionelle Fachplanung, bietet aber eine hervorragende Orientierungshilfe und spart Zeit bei der Vorplanung.
Für normale Haushaltssteckdosen wird in Deutschland standardmäßig eine B16-Sicherung verwendet. Dafür reichen 1,5 mm² im Rohr oder unter Putz; in einer wärmegedämmten Wand (A2) darf 1,5 mm² nur mit 13 A abgesichert werden, dann sind 2,5 mm² nötig. Bei langen Leitungen entscheidet zusätzlich der Spannungsfall.
Ja, der Sicherungsrechner unterstützt sowohl einphasige 230-V-Schaltkreise als auch dreiphasige 400-V-Installationen. Geben Sie einfach die entsprechende Spannung und Leistung ein.
Ein zu kleiner Querschnitt führt zu erhöhtem Widerstand, Erwärmung der Leitung und einem zu hohen Spannungsfall. Im Extremfall kann das Kabel überhitzen und einen Brand verursachen. Deswegen ist die korrekte Dimensionierung so wichtig.
Nein. Der Rechner ist ein Hilfsmittel zur Orientierung und Vorplanung. Alle elektrischen Installationen müssen von einer Elektrofachkraft gemäß den geltenden VDE-Normen ausgeführt und abgenommen werden.
Grundlage sind die Belastbarkeitswerte der IEC 60364-5-52 (Kupfer, PVC-Isolierung, 30 °C, einzeln verlegt) und die Schutzregel Ib ≤ In ≤ Iz. Die DIN VDE 0100 (Errichten von Niederspannungsanlagen) baut in Deutschland auf der IEC 60364 auf. Häufung und abweichende Umgebungstemperaturen berücksichtigt der Rechner nicht.