Strom in Ampere, Absicherung & Kabelquerschnitt für Stromkreise
Ampere berechnen aus Leistung und Spannung: Der Sicherungsrechner ermittelt den Nennstrom mit I = P / (U × cos φ), dazu den passenden Leitungsschutzschalter und den Kabelquerschnitt nach den gängigen VDE-Normen. So vermeidest du Überlastung.
Du ermittelst zuerst den Betriebsstrom des Verbrauchers aus Leistung, Spannung und – bei Drehstrom – dem Leistungsfaktor. Der Nennstrom der Sicherung muss über dem Betriebsstrom liegen und darf gleichzeitig die Strombelastbarkeit der verlegten Leitung nicht überschreiten.
Die Sicherungsgröße ergibt sich aus dem Strom, den die Leistung verursacht: Bei Wechselstrom teilst du die Leistung durch die Netzspannung, bei Drehstrom zusätzlich durch Wurzel drei und den Leistungsfaktor. Erst der so berechnete Strom bestimmt, welcher Sicherungsnennwert der nächstpassende ist.
Die Sicherung wird so gewählt, dass ihr Nennstrom zwischen dem Betriebsstrom des Verbrauchers und der Strombelastbarkeit der Leitung liegt. Zusätzlich entscheidest du über die Auslösecharakteristik – träge Typen für Motoren und Geräte mit hohem Anlaufstrom, flinke für normale Steckdosen- und Lichtstromkreise.
Der nötige Querschnitt richtet sich nicht direkt nach der Leistung, sondern nach dem daraus resultierenden Strom, der Verlegeart, der Umgebungstemperatur, der Häufung mehrerer Leitungen und der Leitungslänge. Aus Strom und zulässigem Spannungsfall ergibt sich dann der kleinste zulässige Querschnitt.
Die maßgeblichen Tabellen zur Strombelastbarkeit stehen in der Normenreihe für Errichtung von Niederspannungsanlagen und ordnen jedem Querschnitt je nach Verlegeart einen zulässigen Dauerstrom zu. Die Tabellenwerte gelten für Referenzbedingungen und müssen bei Häufung, höherer Umgebungstemperatur oder Wärmedämmung mit Korrekturfaktoren reduziert werden.
Die übertragbare Leistung hängt davon ab, ob einphasig oder dreiphasig gespeist wird und wie die Leitung verlegt ist: Aus dem zulässigen Dauerstrom des Querschnitts mal Spannung – bei Drehstrom zusätzlich mal Wurzel drei – ergibt sich die Leistung. Bei langen Strecken begrenzt außerdem der Spannungsfall die tatsächlich nutzbare Leistung.
Der Querschnitt muss so gewählt werden, dass die Strombelastbarkeit der Leitung unter den gegebenen Verlegebedingungen mindestens dem Nennstrom der Sicherung entspricht. Entscheidend sind Verlegeart, Umgebungstemperatur, Häufung und Leitungslänge – bei ungünstigen Bedingungen oder langen Wegen ist ein größerer Querschnitt nötig.
Technisch passiert nichts Schädliches: Ein größerer Querschnitt bedeutet weniger Verluste, geringeren Spannungsfall und niedrigere Erwärmung. Nachteile sind höhere Materialkosten, größeres Gewicht, schlechtere Biegsamkeit und die Frage, ob die Adern noch in die Klemmen der Geräte passen.
Der zulässige Sicherungsnennwert ergibt sich aus der Strombelastbarkeit dieses Querschnitts unter der tatsächlichen Verlegeart und muss darunter oder gleich liegen. Bei Häufung, hoher Umgebungstemperatur oder Verlegung in Wärmedämmung sinkt die Belastbarkeit, sodass eine kleinere Sicherung erforderlich sein kann.
Ob beim Hausbau, bei der Renovierung oder bei der Installation neuer Elektrogeräte – die richtige Absicherung elektrischer Leitungen ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für einen sicheren und normenkonformen Betrieb. Unser kostenloser Sicherungsrechner hilft Ihnen dabei, schnell und zuverlässig die passende Sicherungsgröße sowie den korrekten Kabelquerschnitt zu ermitteln.
Eine zu schwach dimensionierte Sicherung löst bei normaler Last ständig aus und unterbricht den Betrieb. Eine zu stark ausgelegte Sicherung hingegen schützt die Leitung nicht ausreichend – im schlimmsten Fall kann es zu Überhitzung, Kabelbrand oder sogar Hausbrand kommen. Die korrekte Auslegung von Leitungsschutzschaltern ist daher nicht nur eine Frage des Komforts, sondern eine Sicherheitspflicht gemäß DIN VDE 0100.
Mit unserem Sicherungsrechner vermeiden Sie typische Planungsfehler und erhalten eine fundierte Grundlage für Gespräche mit dem Elektriker oder für eigene elektrotechnische Grundkenntnisse.
Die Berechnung basiert auf dem Ohmschen Gesetz und den gängigen Normen der Elektrotechnik. Sie geben folgende Werte ein:
Auf Basis dieser Eingaben berechnet der Rechner den erforderlichen Mindestquerschnitt des Kabels sowie die empfohlene Nennstromstärke des Leitungsschutzschalters (z. B. B16, C16, B25).
Ein haushaltsüblicher Elektroherd mit Backofen hat eine Leistung von ca. 7.200 Watt bei 400 V (dreiphasig). Der Rechner ermittelt daraus einen Nennstrom von 10,4 A pro Phase. In der Praxis wird hier ein Leitungsschutzschalter B16 mit einem Kabelquerschnitt von 2,5 mm² empfohlen – oft sogar 4 mm² bei längerer Leitungsführung.
Eine Splitklimanlage mit 3.500 Watt benötigt bei 230 V einen Strom von ca. 15,2 A. Hier empfiehlt der Rechner eine B16-Sicherung und mindestens 2,5 mm² Kupferleitung. Bei einer Leitungslänge über 20 Meter sollte auf 4 mm² gewechselt werden, um den Spannungsfall unter 3 % zu halten.
Für eine Außensteckdose mit maximal 3.680 Watt Belastung (16 A bei 230 V) ist ein B16-Automat mit einem Querschnitt von 1,5 mm² bei kurzen Leitungen ausreichend. Der Rechner warnt automatisch, wenn der Spannungsfall zu hoch wird.
Der Spannungsfall beschreibt den Verlust an elektrischer Spannung entlang einer Leitung. Gemäß DIN VDE 0100-520 darf dieser in Hausinstallationen maximal 3 % betragen. Bei zu dünnen Kabeln oder sehr langen Leitungswegen steigt der Spannungsfall, was zu schlechterer Energieeffizienz und möglichen Schäden an Geräten führt.
Der Kabelquerschnitt beeinflusst außerdem die Strombelastbarkeit. Ein 1,5-mm²-Kupferleiter verträgt unter Putz verlegt maximal 15,5 A, während ein 2,5-mm²-Leiter bis zu 21 A zulässt. Unser Rechner berücksichtigt diese Werte automatisch und schlägt stets den normkonformen Querschnitt vor.
Leitungsschutzschalter gibt es in verschiedenen Auslösecharakteristiken:
Der Sicherungsrechner empfiehlt die passende Charakteristik basierend auf dem angegebenen Verbrauchertyp.
Unser Sicherungsrechner richtet sich an Heimwerker, Elektriker, Bauplaner, Architekten und alle, die sich mit der Elektroinstallation beschäftigen. Er ersetzt keine professionelle Fachplanung, bietet aber eine hervorragende Orientierungshilfe und spart Zeit bei der Vorplanung.
Für normale Haushaltssteckdosen wird in Deutschland standardmäßig eine B16-Sicherung mit einem Kabelquerschnitt von 1,5 oder 2,5 mm² verwendet. Der genaue Wert hängt von der Leitungslänge und der angeschlossenen Last ab.
Ja, der Sicherungsrechner unterstützt sowohl einphasige 230-V-Schaltkreise als auch dreiphasige 400-V-Installationen. Geben Sie einfach die entsprechende Spannung und Leistung ein.
Ein zu kleiner Querschnitt führt zu erhöhtem Widerstand, Erwärmung der Leitung und einem zu hohen Spannungsfall. Im Extremfall kann das Kabel überhitzen und einen Brand verursachen. Deswegen ist die korrekte Dimensionierung so wichtig.
Nein. Der Rechner ist ein Hilfsmittel zur Orientierung und Vorplanung. Alle elektrischen Installationen müssen von einer Elektrofachkraft gemäß den geltenden VDE-Normen ausgeführt und abgenommen werden.
Die Berechnung orientiert sich an der DIN VDE 0100 (Errichten von Niederspannungsanlagen) sowie den einschlägigen Tabellenwerten für Leitungsbelastbarkeit und Spannungsfall aus der Elektrotechnik.