Solarrechner (PV-Rechner)

Solarertrag, Eigenverbrauch & Amortisation der PV-Anlage berechnen

Kurz erklärt

Der Solarrechner ermittelt Jahresertrag, Eigenverbrauchsanteil und Amortisationszeit deiner Photovoltaikanlage aus Anlagenleistung, Standort, Strompreis und Einspeisevergütung. So siehst du auf einen Blick, wann sich die Investition rechnet.

Häufige Fragen mit konkreten Werten

Gibt es eine kostenlose PV-Simulation?

Ja, es gibt kostenlose Online-Simulationen, die aus Standort, Dachneigung, Ausrichtung und Modulfläche den zu erwartenden Jahresertrag schätzen. Für eine verbindliche Planung braucht es danach trotzdem eine Vor-Ort-Prüfung durch einen Fachbetrieb, etwa wegen Verschattung, Statik und Zählerschrank.

Wie viel Photovoltaik brauche ich, um 5.000 kWh zu erzeugen?

Teile den Zielertrag durch den spezifischen Jahresertrag pro Kilowatt-Peak an deinem Standort, dann erhältst du die nötige Anlagengröße in kWp. In Deutschland liegt dieser spezifische Ertrag je nach Region, Ausrichtung und Neigung deutlich auseinander, deshalb schwankt auch die erforderliche Modulfläche.

Wie berechne ich die richtige Größe für einen PV-Speicher?

Als Faustregel orientiert sich die Speicherkapazität am täglichen Stromverbrauch am Abend und in der Nacht sowie an der Anlagenleistung in kWp. Größere Speicher erhöhen den Autarkiegrad nur noch wenig, verteuern die Anlage aber weiter, deshalb rechnet man Kapazität gegen Mehrkosten.

Was kostet eine 10 kW PV-Anlage mit Speicher und Montage?

Der Preis setzt sich aus Modulen, Wechselrichter, Speicher, Unterkonstruktion, Elektroarbeiten und Montage zusammen und hängt stark von Dachart, Speichergröße und Region ab. Sinnvoll sind mehrere Angebote von Fachbetrieben, weil die Spannbreite bei gleicher Leistung groß ist.

Wie lange dauert es bis ein 10kWh Speicher voll ist?

Die Ladezeit ergibt sich aus der Speicherkapazität geteilt durch die Überschussleistung, die gerade nicht im Haus verbraucht wird. An klaren Sommertagen kann das wenige Stunden dauern, an trüben Wintertagen wird der Speicher oft gar nicht voll.

Wie viel Strom produziert eine 10 kWp Photovoltaikanlage am Tag im Winter?

Im Winter liefert eine Anlage nur einen Bruchteil des Sommerertrags, weil die Sonne flacher steht, die Tage kurz sind und Wolken oder Schnee die Module abschatten. Der Tagesertrag schwankt dabei stark zwischen sonnigen Frosttagen und trübem Nebelwetter.

Wann amortisiert sich eine 10 kWp PV-Anlage?

Die Amortisation hängt von den Investitionskosten, dem Eigenverbrauchsanteil, dem Strompreis und der Einspeisevergütung ab. Je mehr Solarstrom du selbst nutzt statt einzuspeisen, desto schneller ist die Anlage bezahlt.

Ist eine PV-Anlage mit Stromspeicher im Winter sinnvoll?

Ein Speicher bringt im Winter nur begrenzten Nutzen, weil die tägliche Erzeugung häufig schon für den laufenden Verbrauch nicht ausreicht. Wirtschaftlich rechnet sich der Speicher vor allem über die sonnenreichen Monate, in denen regelmäßig Überschüsse anfallen.

Was ist die 60% Regel bei PV?

Damit ist eine Begrenzung der Einspeiseleistung gemeint: Der Wechselrichter darf nur einen festgelegten Anteil der installierten Leistung ins Netz abgeben, der Rest muss selbst verbraucht oder abgeregelt werden. Ob und in welcher Höhe eine solche Begrenzung für deine Anlage gilt, hängt vom Inbetriebnahmejahr und den Vorgaben deines Netzbetreibers ab.

Solarrechner: PV-Anlage planen, Ertrag berechnen und Rentabilität prüfen

Eine Photovoltaikanlage ist eine der sinnvollsten Investitionen für Hausbesitzer und Unternehmen, die langfristig Energiekosten sparen und ihren CO₂-Fußabdruck reduzieren möchten. Doch bevor Sie in eine Solaranlage investieren, stellt sich die entscheidende Frage: Lohnt es sich wirklich? Unser kostenloser PV-Rechner gibt Ihnen in wenigen Schritten eine fundierte Antwort – transparent, präzise und ohne Fachwissen.

Was berechnet der PV-Rechner?

Unser Solarrechner ermöglicht es Ihnen, die wichtigsten Kennzahlen einer Photovoltaikanlage zu berechnen. Er berücksichtigt dabei sowohl technische als auch wirtschaftliche Parameter und liefert Ihnen eine realistische Einschätzung Ihrer Investition.

  • Jahresertrag (kWh): Wie viel Strom erzeugt Ihre Anlage pro Jahr?
  • Eigenverbrauch: Wie viel des erzeugten Stroms nutzen Sie selbst?
  • Einspeisung: Wie viel Strom wird ins Netz eingespeist?
  • Return on Investment (ROI): Wann amortisiert sich die Anlage?
  • Jährliche Einsparungen: Wie viel sparen Sie an Stromkosten?
  • CO₂-Einsparung: Welchen ökologischen Beitrag leisten Sie?

So verwenden Sie den PV-Rechner

Die Bedienung ist denkbar einfach. Sie müssen kein Ingenieur sein, um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten. Geben Sie folgende Werte ein:

1. Anlagengröße und Standort

Geben Sie die Nennleistung Ihrer geplanten Anlage in Kilowattpeak (kWp) ein. Ein typisches Einfamilienhaus hat eine Anlage zwischen 5 und 15 kWp. Wählen Sie außerdem Ihren Standort oder die jährliche Sonneneinstrahlung (kWh/m²). In Süddeutschland können Sie mit etwa 1.100–1.200 kWh/m² pro Jahr rechnen, in Norddeutschland mit ca. 950–1.050 kWh/m².

2. Stromverbrauch und Eigenverbrauchsquote

Tragen Sie Ihren jährlichen Haushaltsstromverbrauch in kWh ein. Ein durchschnittlicher Haushalt mit 4 Personen verbraucht rund 4.000 kWh pro Jahr. Die Eigenverbrauchsquote gibt an, wie viel Prozent des selbst erzeugten Stroms Sie direkt nutzen – typischerweise liegt dieser Wert ohne Speicher bei 25–35 %, mit Batteriespeicher bei 60–80 %.

3. Investitionskosten und Vergütung

Geben Sie die Gesamtkosten der Anlage ein (inkl. Installation, Wechselrichter und ggf. Speicher). Aktuell liegen die Kosten für eine schlüsselfertige PV-Anlage bei ca. 1.200–1.800 € pro kWp. Tragen Sie außerdem die aktuelle Einspeisevergütung (nach EEG) sowie Ihren aktuellen Strompreis ein.

Praxisbeispiel: Familie Müller aus München

Familie Müller plant eine 10 kWp Photovoltaikanlage auf ihrem Einfamilienhaus. Der jährliche Stromverbrauch beträgt 5.000 kWh, der aktuelle Strompreis liegt bei 0,32 €/kWh. Die Anlage kostet 14.000 € und die Einspeisevergütung beträgt 0,082 €/kWh.

Die Berechnungsergebnisse des PV-Rechners zeigen: Der Jahresertrag beträgt ca. 9.800 kWh. Mit einer Eigenverbrauchsquote von 35 % werden rund 3.430 kWh selbst genutzt – das entspricht einer Stromkosteneinsparung von ca. 1.098 € pro Jahr. Die restlichen 6.370 kWh werden eingespeist und erbringen rund 522 € Vergütung. Die Gesamteinnahmen betragen ca. 1.620 € jährlich, womit sich die Anlage nach etwa 8–9 Jahren amortisiert.

Warum lohnt sich eine Photovoltaikanlage?

Die Strompreise sind in den letzten Jahren erheblich gestiegen und der Trend zeigt weiter nach oben. Eine PV-Anlage schützt Sie vor diesen Preissteigerungen und macht Sie unabhängiger vom Stromnetz. Zusätzlich fördern Bund und Länder Solaranlagen durch verschiedene Programme. Mit dem Wegfall der Mehrwertsteuer auf Photovoltaikanlagen bis 30 kWp seit 2023 wurde die Investition noch attraktiver.

  • Schutz vor steigenden Strompreisen
  • Aktiver Beitrag zum Klimaschutz
  • Staatliche Förderungen und Vergütungen
  • Wertsteigerung der Immobilie
  • Unabhängigkeit und Versorgungssicherheit

PV-Rechner vs. professionelle Planung

Unser Online-PV-Rechner ist das ideale Werkzeug für eine erste Einschätzung. Er hilft Ihnen, verschiedene Szenarien durchzuspielen, bevor Sie professionelle Angebote einholen. So gehen Sie informiert in Gespräche mit Installateuren und können Angebote besser bewerten. Für die finale Planung empfehlen wir immer einen zertifizierten Fachbetrieb hinzuzuziehen, da lokale Gegebenheiten wie Dachausrichtung, Verschattung und statische Verhältnisse vor Ort geprüft werden müssen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie genau sind die Berechnungen des PV-Rechners?

Unser Rechner verwendet standardisierte Berechnungsformeln auf Basis anerkannter Normen. Die Ergebnisse sind als fundierte Richtwerte zu verstehen. Abweichungen von ±10–15 % sind möglich, da lokale Faktoren wie exakte Dachneigung, Verschattung durch Bäume oder Nachbargebäude nicht vollständig berücksichtigt werden können.

Wie hoch ist die durchschnittliche Amortisationszeit einer PV-Anlage?

Bei aktuellen Strompreisen und Einspeisevergütungen amortisiert sich eine gut geplante Photovoltaikanlage in Deutschland typischerweise nach 8 bis 12 Jahren. Da Solarmodule eine Lebensdauer von 25–30 Jahren haben, ergibt sich eine lange Phase wirtschaftlichen Betriebs.

Brauche ich einen Batteriespeicher?

Ein Batteriespeicher erhöht die Eigenverbrauchsquote deutlich und macht Sie unabhängiger vom Netz. Allerdings erhöht er auch die Investitionskosten. Unser Rechner ermöglicht Vergleiche mit und ohne Speicher, sodass Sie die wirtschaftlich sinnvollste Option für Ihre Situation ermitteln können.

Gilt der PV-Rechner auch für Gewerbeobjekte?

Ja, der Rechner eignet sich grundsätzlich für Wohn- und Gewerbeimmobilien. Bei größeren gewerblichen Anlagen ab 100 kWp sollten Sie jedoch einen spezialisierten Energieberater hinzuziehen, da steuerliche und rechtliche Besonderheiten eine Rolle spielen.

Welchen Einfluss hat die Dachausrichtung auf den Ertrag?

Eine Südausrichtung ist ideal und liefert den maximalen Ertrag. Ost- oder Westdächer erreichen ca. 80–85 % des Südertrags. Nordausrichtung ist wirtschaftlich in der Regel nicht sinnvoll. Unser Rechner berücksichtigt diese Faktoren durch einen Neigungswinkel-Korrekturfaktor.

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