Return on Ad Spend + Break-Even-ROAS für Performance-Marketing
Dieser Rechner ermittelt deinen ROAS (Return on Ad Spend), indem er den erzielten Umsatz durch die Werbeausgaben teilt. Zusätzlich berechnet er den Break-Even-ROAS – den Mindestwert, ab dem deine Kampagne profitabel wird. So siehst du auf einen Blick, ob dein Werbebudget wirklich rentiert.
Du teilst den Umsatz, der aus einer Kampagne entstanden ist, durch die dafür ausgegebenen Werbekosten. Das Ergebnis ist ein Faktor; multipliziert mit hundert erhältst du den ROAS in Prozent.
Das hängt von deiner Marge ab: Bei hohen Margen kann dieser Wert sehr profitabel sein, bei dünnen Margen im Handel kann er bereits zu niedrig sein. Vergleiche den ROAS immer mit dem Break-even-ROAS, der sich aus deiner Deckungsspanne ergibt.
Der ROAS setzt nur den Umsatz zu den Werbekosten ins Verhältnis, der ROI bezieht alle Kosten und den tatsächlichen Gewinn ein. Ein guter ROAS kann also trotzdem zu einem negativen ROI führen, wenn Wareneinsatz, Versand und Fixkosten hoch sind.
ROAS steht für "Return on Advertising Spend", also die Rendite auf die Werbeausgaben. Die Kennzahl zeigt, wie viel Umsatz jeder investierte Euro Werbebudget zurückbringt.
Ziel-ROAS ist eine Gebotsstrategie in Google Ads, bei der du einen gewünschten Umsatz pro Werbeausgabe vorgibst und das System die Gebote automatisch darauf ausrichtet. Je höher du den Zielwert setzt, desto vorsichtiger bietet Google und desto weniger Reichweite bekommst du.
Google Ads bringt dir Sichtbarkeit bei Menschen, die aktiv nach deinem Angebot suchen, und damit messbare Klicks, Anfragen oder Verkäufe. Ob es sich rechnet, entscheidet das Verhältnis von Anzeigenkosten zu erzieltem Umsatz, also der ROAS.
Die Kosten bestimmst du selbst über das Tagesbudget; Google rechnet dein Tagesbudget mal der durchschnittlichen Anzahl Tage im Monat ab. Entscheidend für den realen Preis sind Klickpreise in deiner Branche und der Wettbewerb um die Keywords.
Ja, du kannst Konto, Kampagnen und Budgets selbst anlegen und verwalten. Wichtig ist saubere Conversion-Messung, sonst kannst du ROAS und Rentabilität nicht beurteilen.
Erste Klicks kommen meist innerhalb weniger Stunden nach Freigabe, verlässliche Aussagen über ROAS brauchen jedoch genug Conversions – oft mehrere Wochen. Automatische Gebotsstrategien benötigen zusätzlich eine Lernphase, in der die Werte schwanken.
ROAS steht für Return on Ad Spend und berechnet, wie viel Umsatz pro investiertem Werbe-Euro erzielt wird. Ein ROAS von 4 bedeutet: Für jeden ausgegebenen Euro kommen 4 Euro Umsatz zurück. Klingt simpel – ist es aber nicht, denn Umsatz ist nicht Gewinn. Wer nur auf den ROAS-Wert schaut und dabei Produktkosten, Versand und Plattformgebühren ignoriert, glaubt profitabel zu sein, während das Konto langsam leer wird.
Der entscheidende Unterschied liegt im Break-Even ROAS: das ist die Schwelle, ab der eine Kampagne tatsächlich Gewinne generiert – nicht nur Umsatz. Bei einer Bruttomarge von 40 % liegt der Break-Even ROAS rechnerisch bei 2,5 (1 ÷ 0,4). Alles darunter verbrennt Geld, alles darüber ist echter Gewinn. Diesen Wert vor dem Kampagnenstart zu kennen, ist der Unterschied zwischen strategischem Media Buying und blindem Testen.
Szenario 1 – Einsteiger-Budget: Ein Shopbetreiber gibt 500 € für Facebook Ads aus und erzielt 1.800 € Umsatz. ROAS = 3,6. Die Produkte haben eine Marge von 45 %, also liegt der Break-Even ROAS bei 2,22. Ergebnis: Die Kampagne ist profitabel. Gewinn aus Ads = 1.800 € × 0,45 − 500 € = 310 € Rohgewinn nach Werbekosten. ROI = 310 € ÷ 500 € = 62 %. Empfehlung: skalieren, aber nicht mehr als 20–30 % Budget-Erhöhung pro Woche, da Meta-Algorithmen bei zu schnellen Änderungen aus der Lernphase fallen.
Szenario 2 – Skalierung: Dasselbe Produkt, Budget nun bei 5.000 €/Monat. Umsatz: 14.000 €. ROAS = 2,8. Liegt zwar über Break-Even (2,22), aber der ROAS ist durch Audience Fatigue gesunken. Gewinn: 14.000 € × 0,45 − 5.000 € = 1.300 €. ROI fällt auf 26 %. Hier lohnt sich ein Creative Refresh oder Audience-Erweiterung, bevor das Budget weiter erhöht wird. Tools wie Triple Whale oder Madgicx helfen dabei, auf Kampagnenebene zu erkennen, welche Anzeigengruppen den ROAS nach unten ziehen.
Drei Fehler tauchen bei der ROAS-Berechnung immer wieder auf, und jeder davon verursacht reale finanzielle Schäden:
Die ehrliche Antwort: ja, aber die Anforderungen sind gestiegen. Meta CPMs haben sich zwischen 2021 und Q4 2025 im europäischen Markt im Schnitt um 40–60 % erhöht. Ein ROAS von 4, der 2021 komfortabel profitabel war, reicht 2026 bei gleicher Kostenbasis oft nicht mehr aus, um nach Gebühren, Versand und Retouren im Plus zu sein. Das bedeutet nicht, dass Paid Ads nicht funktionieren – es bedeutet, dass Produkte mit Margen unter 35 % strukturell kaum mehr profitabel über Paid-Kanäle zu vermarkten sind.
Was funktioniert: Produkte mit hoher Marge (50 %+), Repeat-Purchase-Potenzial (Subscription, Verbrauchsgüter) oder hohem Customer Lifetime Value. Ein Kunde, der dreimal kauft, erlaubt einen Break-Even ROAS von 1,5 beim Erstverkauf – weil die Folgeverkäufe organisch oder per E-Mail kommen. Funnelytics ist ein nützliches Tool, um diesen Full-Funnel-Effekt sichtbar zu machen und ROAS nicht nur auf den ersten Klick zu reduzieren.
Wer im deutschen Markt mit der Kleinunternehmerregelung arbeitet und keine Vorsteuer abziehen kann, hat einen strukturellen Kostennachteil gegenüber umsatzsteuerpflichtigen Wettbewerbern – das beeinflusst den effektiven Break-Even ROAS direkt und wird von den meisten Ratgebern schlicht ignoriert.
Das hängt vollständig von der Produktmarge ab. Als Faustformel gilt: ROAS muss höher sein als 1 ÷ Bruttomarge. Bei 40 % Marge ist der Break-Even ROAS 2,5. Ein „guter" ROAS ohne Margenkontext ist eine bedeutungslose Zahl. E-Commerce-Benchmarks liegen 2026 je nach Kategorie zwischen 2,5 und 6 – aber diese Zahlen sagen nichts über Profitabilität aus.
ROAS misst Umsatz pro Werbe-Euro und ignoriert alle anderen Kosten. ROI berücksichtigt den Gewinn nach Abzug von Warenkosten, Gebühren und Werbeausgaben. Ein ROAS von 4 kann bei 20 % Marge einen negativen ROI bedeuten. Für strategische Entscheidungen ist der ROI die relevantere Kennzahl – ROAS ist ein schneller Indikator auf Kampagnenebene.
Break-Even ROAS = 1 ÷ Bruttomarge (als Dezimalzahl). Bei 50 % Marge: 1 ÷ 0,5 = 2,0. Bei 30 % Marge: 1 ÷ 0,3 = 3,33. Dieser Wert ist die absolute Mindestanforderung – jede Kampagne darunter erzeugt operativen Verlust. Alle Nebenkosten wie Zahlungsgebühren oder Retourenquoten sollten die effektive Marge bereits reduziert haben, bevor dieser Wert berechnet wird.
Nein. ROAS ist plattformunabhängig und funktioniert identisch für Google Ads, TikTok Ads, Pinterest oder Programmatic. Die Berechnung ist immer Umsatz ÷ Werbeausgaben. Unterschiede entstehen durch Attribution – Google Last-Click überschätzt Search, Meta überschätzt Retargeting. Wer kanalübergreifend misst, sollte ein dediziertes MMP oder eine Lösung wie Triple Whale einsetzen.
Zuerst prüfen: Ist es ein Creative-Problem (Klickrate niedrig), ein Angebotsproblem (Conversion Rate niedrig) oder ein Targeting-Problem (falsche Audience)? Sofortige Budget-Erhöhung verschlimmert das Problem. Sinnvoller: Budget halbieren, Top-Creative isolieren, Landingpage-Conversion optimieren. Für den deutschen Markt spielt auch die Zahlungsart eine Rolle – Kauf auf Rechnung erhöht die Conversion, aber auch die Retourenquote.
Trag deine eigenen Zahlen oben in den Rechner ein, um deinen genauen Break-Even ROAS und den tatsächlichen Kampagnengewinn in Sekunden zu sehen. Wer gleichzeitig Affiliate-Links in seinen Funnel einbaut, findet auf simple-calculator.online auch einen Affiliate-Marketing-Einnahmen-Rechner, der die kombinierten Erträge sichtbar macht.