Hauttyp + LSF → maximale Zeit in der Sonne
Wer weiss, wie viel Zeit in der Sonne ohne Sonnenbrand möglich ist, kann Outdoor-Aktivitäten viel besser planen. Die Antwort hängt vor allem von zwei Faktoren ab: dem eigenen Hauttyp nach der Fitzpatrick-Skala (Typ I bis VI) und dem verwendeten Sonnenschutzmittel mit seinem LSF-Wert. Ein heller Hauttyp I verbrennt ohne Schutz bereits nach 10 Minuten, während ein dunkler Hauttyp VI eine Eigenschutzzeit von bis zu 90 Minuten haben kann.
Der Rechner auf dieser Seite kombiniert beide Faktoren und gibt dir eine realistische Schätzung, wie lange du dich sicher in der Sonne aufhalten kannst. Optional fliesst auch der aktuelle UV-Index in die Berechnung ein – denn an einem wolkenlosen Sommertag in den Bergen mit UV-Index 9 verbrennt die Haut deutlich schneller als an einem bewölkten Tag am Meer mit UV-Index 4.
Der LSF-Wert gibt an, um welchen Faktor sich die Eigenschutzzeit der Haut verlängert. Trägt jemand mit Hauttyp II (Eigenschutzzeit 20 Minuten) ein Sonnenschutzmittel mit LSF 30 auf, ergibt sich theoretisch eine maximale Sonnendauer von 600 Minuten – also 10 Stunden. In der Praxis sind aber 70–80 % dieses Wertes realistischer, da Sonnencreme selten gleichmässig oder in ausreichender Menge aufgetragen wird.
Besonders wichtig: Sonnencreme muss rechtzeitig aufgetragen werden, in der Regel 20–30 Minuten vor dem Sonnenbaden. Wer schwimmt, schwitzt oder sich abtrocknet, sollte das Mittel nach spätestens 2 Stunden erneut auftragen – unabhängig davon, was die Berechnung sagt. LSF 50 bei Hauttyp I schützt zuverlässig, wenn er korrekt angewendet wird.
Auf simple-calculator.online kannst du diese Berechnung schnell und unkompliziert durchführen – inklusive UV-Index-Korrektur für noch genauere Ergebnisse. Das ist besonders praktisch für Urlaub, Sport im Freien oder einfach für den Alltag im Sommer.
Der UV-Index (UVI) ist eine international standardisierte Messgrösse für die Intensität der UV-Strahlung. Ab einem UV-Index von 3 empfiehlt die WHO Sonnenschutzmassnahmen, ab 6 ist ein LSF von mindestens 30 notwendig, und ab 8 sollte man die Mittagssonne ganz meiden. Im Hochgebirge über 2000 Metern kann der UV-Index im Sommer leicht Werte von 10–12 erreichen.
Wird der UV-Index in die Berechnung einbezogen, verkürzt sich die errechnete Sonnenschutzzeit entsprechend. Bei UV-Index 8 und Hauttyp III mit LSF 20 sind es beispielsweise noch rund 2,5 Stunden – ein guter Richtwert, um den Aufenthalt im Freien entsprechend zu planen.
LSF 30 filtert etwa 97 % der UVB-Strahlung, LSF 50 filtert rund 98 %. Der Unterschied klingt gering, ist aber bei empfindlicher Haut oder langen Aufenthalten im Freien relevant. Für Hauttyp I und II wird LSF 50 oder höher empfohlen.
Der Hauttyp richtet sich nach Merkmalen wie Haar- und Augenfarbe, Empfindlichkeit gegenüber Sonne und der Fähigkeit zur Bräunung. Typ I verbrennt immer und wird nie braun, Typ VI verbrennt nie und hat eine sehr dunkle Grundhautfarbe. Die meisten Mitteleuropäer gehören zu Typ II oder III.
Nein. Dieser Rechner dient ausschliesslich zu Informationszwecken und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Hauterkrankungen, Medikamenteneinnahme oder besonderer UV-Empfindlichkeit sollte ein Dermatologe konsultiert werden.