Hauttyp + LSF → maximale Zeit in der Sonne
Dieser Rechner zeigt dir, wie lange du dich sicher in der Sonne aufhalten kannst – abhängig von deinem Hauttyp und dem Lichtschutzfaktor (LSF) deiner Sonnencreme. Die Grundformel lautet: Eigenschutzzeit des Hauttyps × LSF = maximale Sonnenzeit. So weißt du genau, wann du nachcremen oder in den Schatten solltest.
Die Schutzzeit ergibt sich aus der Eigenschutzzeit deiner Haut multipliziert mit dem Lichtschutzfaktor der Creme. Weil die Eigenschutzzeit je nach Hauttyp, UV-Index und Auftragsmenge stark schwankt, ist das Ergebnis nur ein Richtwert – man sollte davon nur einen Teil ausnutzen und nicht bis zum Maximum in der Sonne bleiben.
Die rechnerische Schutzzeit entspricht dem Lichtschutzfaktor multipliziert mit der Eigenschutzzeit deiner Haut, hängt also vom Hauttyp und der UV-Belastung ab. Nachcremen verlängert diese Zeit nicht, sondern erhält nur den Schutz, der durch Schwitzen, Wasser und Abrieb verloren geht.
Rechnerisch verlängert der Faktor die Eigenschutzzeit deiner Haut um genau diesen Faktor, bei sehr heller Haut also deutlich kürzer als bei dunkler. Dermatologen empfehlen, nur einen Teil dieser Zeit auszuschöpfen und in der Mittagszeit den Schatten zu suchen.
Empfohlen werden Produkte mit sehr hohem Lichtschutzfaktor, möglichst parfüm- und alkoholfrei sowie mit mineralischen Filtern, die weniger reizen. Ebenso wichtig sind textiler Schutz, Kopfbedeckung und das Vermeiden direkter Sonne in der Mittagszeit – die konkrete Wahl solltest du mit dem behandelnden Team abstimmen.
Viele Zytostatika machen die Haut lichtempfindlich (phototoxisch), sodass es schon bei kurzer Sonnenexposition zu Rötungen, Verbrennungen, Blasen oder dauerhaften Pigmentflecken kommen kann. Zusätzlich ist die Haut während der Therapie oft trocken und dünner, wodurch die natürliche Schutzfunktion nachlässt.
Geeignet sind reichhaltige, aber reizarme Pflegeprodukte ohne Parfum, Alkohol und Konservierungsstoffe, etwa mit Urea, Panthenol, Glycerin oder Ceramiden. Auf Fruchtsäuren, Retinol und Peelings solltest du während der Therapie verzichten und Neuerungen mit der Praxis besprechen.
Verbindliche Verbote hängen vom Medikament ab; typischerweise werden Alkohol, rohe oder unpasteurisierte Lebensmittel, Grapefruit, Johanniskraut und andere Selbstmedikation, Sauna sowie intensive Sonnenbäder abgeraten. Auch eigenmächtige Nahrungsergänzungsmittel können die Therapie beeinflussen – deshalb immer vorher mit dem Onkologen klären.
Am besten milde, seifenfreie Waschlotionen mit hautneutralem pH-Wert, ohne Parfum, Farbstoffe und Alkohol, idealerweise rückfettend. Kurz und lauwarm duschen, sanft abtupfen und danach eingecremen schont die durch die Therapie beanspruchte Haut.
Setze auf reizarme, parfumfreie Produkte, arbeite mit sauberen Pinseln oder Fingern auf gut eingecremter Haut und verzichte auf Peelings sowie stark haftende, schwer entfernbare Produkte. Fehlende Wimpern und Brauen lassen sich mit Puder oder Stift sanft nachzeichnen; bei offenen oder entzündeten Hautstellen solltest du auf Make-up verzichten und die Praxis fragen.
Wer weiß, wie viel Zeit in der Sonne ohne Sonnenbrand möglich ist, kann Outdoor-Aktivitäten viel besser planen. Die Antwort hängt vor allem von zwei Faktoren ab: dem eigenen Hauttyp nach der Fitzpatrick-Skala (Typ I bis VI) und dem verwendeten Sonnenschutzmittel mit seinem LSF-Wert. Ein heller Hauttyp I verbrennt ohne Schutz bereits nach 10 Minuten, während ein dunkler Hauttyp VI eine Eigenschutzzeit von bis zu 90 Minuten haben kann.
Der Rechner auf dieser Seite kombiniert beide Faktoren und gibt dir eine realistische Schätzung, wie lange du dich sicher in der Sonne aufhalten kannst. Optional fließt auch der aktuelle UV-Index in die Berechnung ein – denn an einem wolkenlosen Sommertag in den Bergen mit UV-Index 9 verbrennt die Haut deutlich schneller als an einem bewölkten Tag am Meer mit UV-Index 4.
Der LSF-Wert gibt an, um welchen Faktor sich die Eigenschutzzeit der Haut verlängert. Trägt jemand mit Hauttyp II (Eigenschutzzeit 20 Minuten) ein Sonnenschutzmittel mit LSF 30 auf, ergibt sich theoretisch eine maximale Sonnendauer von 600 Minuten – also 10 Stunden. In der Praxis sind aber 70–80 % dieses Wertes realistischer, da Sonnencreme selten gleichmäßig oder in ausreichender Menge aufgetragen wird.
Besonders wichtig: Sonnencreme muss rechtzeitig aufgetragen werden, in der Regel 20–30 Minuten vor dem Sonnenbaden. Wer schwimmt, schwitzt oder sich abtrocknet, sollte das Mittel nach spätestens 2 Stunden erneut auftragen – unabhängig davon, was die Berechnung sagt. LSF 50 bei Hauttyp I schützt zuverlässig, wenn er korrekt angewendet wird.
Auf simple-calculator.online kannst du diese Berechnung schnell und unkompliziert durchführen – inklusive UV-Index-Korrektur für noch genauere Ergebnisse. Das ist besonders praktisch für Urlaub, Sport im Freien oder einfach für den Alltag im Sommer.
Der UV-Index (UVI) ist eine international standardisierte Messgröße für die Intensität der UV-Strahlung. Ab einem UV-Index von 3 empfiehlt die WHO Sonnenschutzmaßnahmen, ab 6 ist ein LSF von mindestens 30 notwendig, und ab 8 sollte man die Mittagssonne ganz meiden. Im Hochgebirge über 2000 Metern kann der UV-Index im Sommer leicht Werte von 10–12 erreichen.
Wird der UV-Index in die Berechnung einbezogen, verkürzt sich die errechnete Sonnenschutzzeit entsprechend. Bei UV-Index 8 und Hauttyp III mit LSF 20 sind es beispielsweise noch rund 2,5 Stunden – ein guter Richtwert, um den Aufenthalt im Freien entsprechend zu planen.
LSF 30 filtert etwa 97 % der UVB-Strahlung, LSF 50 filtert rund 98 %. Der Unterschied klingt gering, ist aber bei empfindlicher Haut oder langen Aufenthalten im Freien relevant. Für Hauttyp I und II wird LSF 50 oder höher empfohlen.
Der Hauttyp richtet sich nach Merkmalen wie Haar- und Augenfarbe, Empfindlichkeit gegenüber Sonne und der Fähigkeit zur Bräunung. Typ I verbrennt immer und wird nie braun, Typ VI verbrennt nie und hat eine sehr dunkle Grundhautfarbe. Die meisten Mitteleuropäer gehören zu Typ II oder III.
Nein. Dieser Rechner dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Hauterkrankungen, Medikamenteneinnahme oder besonderer UV-Empfindlichkeit sollte ein Dermatologe konsultiert werden.