Regenwassertankrechner

Ertrag & Tankgrösse für Regenwassernutzung berechnen

Regenwassertankrechner – Ertrag und Tankgröße berechnen

Regenwasser zu sammeln ist eine der effektivsten Methoden, um Trinkwasser zu sparen und gleichzeitig die Natur zu schonen. Mit unserem kostenlosen Regenwassertankrechner ermitteln Sie schnell und einfach, wie viel Regenwasser Ihr Dach auffangen kann und welche Tankgröße für Ihren Bedarf optimal ist. Egal ob für die Gartenbewässerung, die Toilettenspülung oder die Waschmaschine – dieser Rechner hilft Ihnen, Ihre Regenwassernutzungsanlage optimal zu planen.

Wie funktioniert der Regenwassertankrechner?

Der Rechner benötigt einige grundlegende Angaben, um präzise Ergebnisse zu liefern. Geben Sie die Dachfläche in Quadratmetern, den Abflussbeiwert Ihres Dachmaterials sowie die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge in Millimetern für Ihren Standort ein. Aus diesen Werten berechnet das Tool den theoretischen Jahresertrag in Litern sowie eine Empfehlung für die passende Tankgröße.

Eingabewerte im Überblick

  • Dachfläche (m²): Die projizierte Grundfläche Ihres Daches, nicht die tatsächliche Dachfläche bei geneigten Dächern.
  • Abflussbeiwert: Ein Faktor zwischen 0,5 und 0,9, der angibt, wie viel des auftreffenden Regens tatsächlich gesammelt werden kann. Ziegeldächer haben ca. 0,75–0,80, Flachdächer ca. 0,85–0,90.
  • Jahresniederschlag (mm): Den Wert für Ihre Region finden Sie beim Deutschen Wetterdienst. In Deutschland liegt der Durchschnitt bei etwa 700 mm pro Jahr.
  • Täglicher Wasserbedarf (Liter): Optional, um die Bedarfsdeckung durch Regenwasser zu berechnen.

Warum Regenwasser sammeln? Vorteile auf einen Blick

Regenwasser ist weiches, kalkfreies Wasser, das in vielen Bereichen des Haushalts und Gartens eingesetzt werden kann. Die Vorteile der Regenwassernutzung sind vielfältig:

  • Kosteneinsparung: Ein Vier-Personen-Haushalt kann bis zu 50 % des Trinkwasserverbrauchs durch Regenwasser ersetzen und so mehrere Hundert Euro pro Jahr sparen.
  • Umweltschutz: Weniger Trinkwasserverbrauch schont natürliche Ressourcen und entlastet die Kanalisation bei Starkregen.
  • Pflanzenfreundlich: Kalkfreies Regenwasser ist ideal für empfindliche Gartenpflanzen und Zimmerpflanzen.
  • Unabhängigkeit: Bei Wasserknappheit im Sommer haben Sie stets eine Reserve für den Garten.

Praktisches Beispiel: Einfamilienhaus in München

Stellen wir uns ein typisches Einfamilienhaus in München vor: Die projizierte Dachfläche beträgt 120 m², das Dach ist mit Tonziegeln gedeckt (Abflussbeiwert 0,78), und der Jahresniederschlag in München beträgt rund 940 mm. Der Rechner ermittelt einen theoretischen Jahresertrag von: 120 × 0,78 × 940 = 87.984 Liter, also knapp 88.000 Liter pro Jahr. Das entspricht etwa 241 Litern pro Tag – ein erhebliches Potenzial! Für diesen Ertrag empfiehlt sich ein Tank von 5.000 bis 10.000 Litern, um auch längere Trockenperioden zu überbrücken.

Die richtige Tankgröße wählen

Die optimale Tankgröße hängt nicht nur vom Ertrag ab, sondern auch vom geplanten Verwendungszweck. Als Faustregel gilt: Für die Gartenbewässerung reichen oft 1.000–3.000 Liter. Für die Haushaltsnutzung (Toilette, Waschmaschine) sollte der Tank mindestens 4.000–10.000 Liter fassen. Bei vollständiger Haushaltsintegration sind Zisternen ab 10.000 Litern sinnvoll. Unser Rechner berücksichtigt Ihren angegebenen Tagesbedarf und empfiehlt eine Tankgröße, die einen Puffer von 30–60 Tagen Trockenheit abdeckt.

Unterirdisch oder oberirdisch?

Unterirdische Zisternen aus Beton oder Kunststoff bieten den Vorteil, dass das Wasser kühl und lichtgeschützt gelagert wird, was Algenbildung verhindert. Oberirdische Tanks sind günstiger in der Anschaffung, aber anfälliger für Temperaturschwankungen. Für die ganzjährige Nutzung empfehlen Fachleute unterirdische Lösungen ab 3.000 Litern.

Regionale Niederschlagsdaten nutzen

Die Genauigkeit Ihrer Berechnung hängt stark von den verwendeten Niederschlagsdaten ab. In Deutschland variiert der Jahresniederschlag erheblich: Während im Alpenvorland (z. B. Berchtesgaden) über 1.800 mm fallen können, sind es in Brandenburg manchmal nur 500 mm. Nutzen Sie aktuelle Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für Ihre Gemeinde, um realistische Ergebnisse zu erhalten.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie genau ist die Berechnung des Regenwasserertrags?

Der berechnete Jahresertrag ist ein theoretischer Maximalwert. In der Praxis sollten Sie einen Verlustfaktor von 10–20 % einrechnen, der durch Verdunstung, Überlauf bei Starkregen und Reinigungspausen entsteht. Unser Rechner berücksichtigt diesen Faktor automatisch über den Abflussbeiwert.

Welchen Abflussbeiwert soll ich für mein Dach verwenden?

Der Abflussbeiwert hängt vom Dachmaterial ab: Tonziegel und Betonziegel haben einen Wert von 0,75–0,80, Metalldächer und Bitumendachbahnen ca. 0,85–0,90, und Gründächer je nach Bepflanzung nur 0,15–0,50. Bei Unsicherheiten empfehlen wir, einen Mittelwert von 0,75 zu verwenden.

Für welche Zwecke darf ich Regenwasser im Haushalt verwenden?

In Deutschland darf Regenwasser rechtlich für die Toilettenspülung, Gartenbewässerung und Wäschewaschen genutzt werden. Für den menschlichen Verzehr ist aufbereitetes Regenwasser nur unter strengen Auflagen zulässig. Klären Sie die genauen Vorschriften mit Ihrer Gemeinde.

Muss ich eine Regenwasseranlage beim Wasserversorger anmelden?

Ja, in Deutschland sind Sie gemäß Trinkwasserverordnung verpflichtet, eine Regenwassernutzungsanlage bei Ihrem lokalen Wasserversorger anzumelden, wenn diese ans Hausnetz angeschlossen wird. Dies dient der Vermeidung von Rückkontaminationen des Trinkwassernetzes.

Wie groß sollte der Tank für einen 4-Personen-Haushalt sein?

Für einen Vier-Personen-Haushalt, der Regenwasser für Toilette und Waschmaschine nutzt, wird ein täglicher Bedarf von ca. 50–70 Litern angenommen. Bei einer typischen Trockenperiode von 4–6 Wochen empfiehlt sich ein Tank von 6.000–10.000 Litern. Unser Rechner gibt Ihnen auf Basis Ihrer individuellen Angaben eine präzisere Empfehlung.

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