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Regenwassertankrechner

Ertrag & Tankgröße für Regenwassernutzung berechnen

Kurz erklärt

Mit diesem Rechner ermittelst du, wie viel Regenwasser du von deinem Dach ernten kannst und welche Tankgröße dafür sinnvoll ist. Die Berechnung basiert auf Dachfläche, Dachart (Abflussbeiwert 0,30 bis 0,95) und einer Region mit festem Jahresniederschlag zwischen 700 und 1.500 mm; die Tankempfehlung deckt drei Wochen deines Verbrauchs oder einen Monatsertrag. So findest du schnell heraus, ob sich eine Regenwasseranlage für deinen Bedarf lohnt.

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Häufige Fragen mit konkreten Werten

Wie viel Liter Regenwasser pro m2 Dachfläche?

Die Niederschlagshöhe in Millimetern entspricht direkt der Wassermenge in Litern pro Quadratmeter. Vom theoretischen Ertrag geht allerdings ein Teil durch Verdunstung, Dachart und Filter verloren, deshalb rechnet man mit einem Abflussbeiwert und einem Filterwirkungsgrad.

Wie groß muss ein Regenwassertank sein?

Die passende Größe ergibt sich aus dem Verhältnis von Ertrag (Dachfläche mal Jahresniederschlag mal Abflussbeiwert) und Bedarf für Garten, Toilette oder Waschmaschine. Üblich ist ein Volumen, das den Bedarf einiger regenfreier Wochen überbrückt – ein zu großer Tank steht dauerhaft halb leer.

Wie berechnet man die Regenwassermenge?

Multipliziere die Dachgrundfläche mit dem Jahresniederschlag am Standort, dem Abflussbeiwert des Dachmaterials und dem Wirkungsgrad des Filters. Das Ergebnis ist der nutzbare Jahresertrag in Litern.

Was kostet eine 10000 Liter Zisterne mit Einbau?

Die Kosten setzen sich aus Behälter, Erdarbeiten, Filter- und Pumpentechnik sowie Anschluss an Fallrohre und Hauswasserleitung zusammen. Preisbestimmend sind vor allem Aushubtiefe, Bodenverhältnisse, Befahrbarkeit der Fläche und ob nur der Garten oder auch Toiletten versorgt werden.

Kann man mit einer Zisterne Abwasserkosten sparen?

Ja, wenn Regenwasser auf dem Grundstück zurückgehalten oder versickert wird, reduzieren viele Kommunen die Niederschlagswassergebühr für die angeschlossene Fläche. Dafür musst du die Anlage bei der Gemeinde melden; wird das Wasser im Haus genutzt und läuft in den Kanal, kann dagegen Schmutzwassergebühr anfallen.

Ist ein Regenwassertank genehmigungspflichtig?

Oberirdische Regentonnen und Gartentanks sind in der Regel genehmigungsfrei, unterirdische Zisternen unterliegen dagegen häufig einer Anzeige- oder Genehmigungspflicht. Sobald Regenwasser ins Hausnetz eingespeist wird, ist zusätzlich eine Meldung beim Wasserversorger und eine strikte Trennung von der Trinkwasserleitung vorgeschrieben.

Ist es erlaubt, Regenwasser im Garten versickern zu lassen?

Versickern auf dem eigenen Grundstück ist grundsätzlich erwünscht, muss aber schadlos erfolgen und wird von der Gemeinde oder der unteren Wasserbehörde geregelt. Voraussetzung sind ausreichend durchlässiger Boden, genügend Abstand zu Gebäuden und Grundstücksgrenzen sowie unbelastetes Wasser.

Wie viel Regenwasser darf man sammeln?

Für das Sammeln des Regens, der auf das eigene Dach fällt, gibt es in Deutschland keine Mengenbegrenzung. Grenzen setzen nur die kommunalen Vorgaben zur Ableitung und Versickerung sowie die Regeln für unterirdische Behälter und die Trinkwassertrennung.

Wohin darf man Regenwasser ableiten?

Zulässig sind Versickerung auf dem eigenen Grundstück, Speicherung in Zisterne oder Tonne und – wo vorhanden – die Einleitung in den Regenwasserkanal. Nicht erlaubt ist das Ableiten auf Nachbargrundstücke, Gehwege oder Straßen; die Einleitung in ein Gewässer braucht eine wasserrechtliche Erlaubnis.

Regenwassertankrechner – Ertrag und Tankgröße berechnen

Regenwasser zu sammeln ist eine der effektivsten Methoden, um Trinkwasser zu sparen und gleichzeitig die Natur zu schonen. Mit unserem kostenlosen Regenwassertankrechner ermitteln Sie schnell und einfach, wie viel Regenwasser Ihr Dach auffangen kann und welche Tankgröße für Ihren Bedarf optimal ist. Egal ob für die Gartenbewässerung, die Toilettenspülung oder die Waschmaschine – dieser Rechner hilft Ihnen, Ihre Regenwassernutzungsanlage optimal zu planen.

Wie funktioniert der Regenwassertankrechner?

Sie geben die Dachfläche in Quadratmetern ein und wählen die Dachart und die Region; optional tragen Sie Ihren täglichen Gartenverbrauch ein. Daraus berechnet der Rechner den Jahresertrag in m³ und den Monatsertrag in Litern, mit Verbrauch auch den Deckungsgrad, und empfiehlt eine Tankgröße.

Eingabewerte im Überblick

  • Dachfläche (m²): Die projizierte Grundfläche Ihres Daches, nicht die tatsächliche Dachfläche bei geneigten Dächern.
  • Dachart: Sie legt den Abflussbeiwert fest – Ziegel 0,75, Metall 0,95, Flachdach mit Kies 0,60, Gründach 0,30, Bitumen 0,80.
  • Region: Sie legt den Jahresniederschlag fest – Norddeutschland 750 mm, Mitteldeutschland 700 mm, Süddeutschland 950 mm, Schweizer Mittelland 1.100 mm, Voralpen 1.500 mm, Österreich 1.100 mm. Einen eigenen Wert können Sie nicht eingeben. Weicht Ihr Ort stark ab, rechnen Sie um: Ertrag × eigener Niederschlag ÷ Wert der Region. Ortsgenaue Werte veröffentlicht der Deutsche Wetterdienst.
  • Täglicher Gartenverbrauch (Liter, optional): Damit zeigt der Rechner, welchen Anteil des Jahresbedarfs das Regenwasser deckt, und legt den Tank auf drei Wochen Verbrauch aus.

Warum Regenwasser sammeln? Vorteile auf einen Blick

Regenwasser ist weiches, kalkfreies Wasser, das in vielen Bereichen des Haushalts und Gartens eingesetzt werden kann. Die Vorteile der Regenwassernutzung sind vielfältig:

  • Kosteneinsparung: Ein Vier-Personen-Haushalt kann bis zu 50 % des Trinkwasserverbrauchs durch Regenwasser ersetzen und so mehrere Hundert Euro pro Jahr sparen.
  • Umweltschutz: Weniger Trinkwasserverbrauch schont natürliche Ressourcen und entlastet die Kanalisation bei Starkregen.
  • Pflanzenfreundlich: Kalkfreies Regenwasser ist ideal für empfindliche Gartenpflanzen und Zimmerpflanzen.
  • Unabhängigkeit: Bei Wasserknappheit im Sommer haben Sie stets eine Reserve für den Garten.

Praktisches Beispiel: Einfamilienhaus in München

Stellen wir uns ein typisches Einfamilienhaus in München vor: Die projizierte Dachfläche beträgt 120 m², das Dach ist mit Tonziegeln gedeckt (im Rechner „Ziegel — 0,75“), als Region passt „Süddeutschland — 950 mm“. Der Rechner ermittelt einen Jahresertrag von 120 × 0,95 × 0,75 = 85,5 m³, also rund 7.125 Liter im Monat oder 234 Liter pro Tag. Ohne Verbrauchsangabe empfiehlt er die nächste Standardgröße über einem Monatsertrag: 8.000 Liter. Mit 60 Litern Gartenverbrauch pro Tag sind es 1.500 Liter (drei Wochen Verbrauch), und der Deckungsgrad liegt bei 100 %.

Die richtige Tankgröße wählen

Die optimale Tankgröße hängt nicht nur vom Ertrag ab, sondern auch vom geplanten Verwendungszweck. Als Faustregel gilt: Für die Gartenbewässerung reichen oft 1.000–3.000 Liter. Für die Haushaltsnutzung (Toilette, Waschmaschine) sollte der Tank mindestens 4.000–10.000 Liter fassen. Bei vollständiger Haushaltsintegration sind Zisternen ab 10.000 Litern sinnvoll. Der Rechner selbst empfiehlt mit Verbrauchsangabe einen Tank für 21 Tage (drei Wochen) dieses Verbrauchs, ohne Angabe einen Monatsertrag – jeweils aufgerundet auf die nächste Standardgröße zwischen 1.000 und 10.000 Litern. Mehr als 10.000 Liter schlägt er nicht vor.

Unterirdisch oder oberirdisch?

Unterirdische Zisternen aus Beton oder Kunststoff bieten den Vorteil, dass das Wasser kühl und lichtgeschützt gelagert wird, was Algenbildung verhindert. Oberirdische Tanks sind günstiger in der Anschaffung, aber anfälliger für Temperaturschwankungen. Für die ganzjährige Nutzung empfehlen Fachleute unterirdische Lösungen ab 3.000 Litern.

Regionale Niederschlagsdaten nutzen

Die Genauigkeit Ihrer Berechnung hängt stark von den verwendeten Niederschlagsdaten ab. In Deutschland variiert der Jahresniederschlag erheblich: Während im Alpenvorland (z. B. Berchtesgaden) über 1.800 mm fallen können, sind es in Brandenburg manchmal nur 500 mm. Nutzen Sie aktuelle Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für Ihre Gemeinde, um realistische Ergebnisse zu erhalten.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie genau ist die Berechnung des Regenwasserertrags?

Der berechnete Jahresertrag ist ein theoretischer Maximalwert. In der Praxis sollten Sie einen Verlustfaktor von 10–20 % einrechnen, der durch Verdunstung, Überlauf bei Starkregen und Reinigungspausen entsteht. Unser Rechner berücksichtigt diesen Faktor automatisch über den Abflussbeiwert.

Welchen Abflussbeiwert soll ich für mein Dach verwenden?

Der Abflussbeiwert hängt vom Dachmaterial ab; der Rechner verwendet je Dachart einen festen Wert: Ziegel 0,75, Metall 0,95, Bitumen 0,80, Flachdach mit Kies 0,60 und Gründach 0,30. Für andere Dächer wählen Sie die ähnlichste Dachart.

Für welche Zwecke darf ich Regenwasser im Haushalt verwenden?

In Deutschland darf Regenwasser rechtlich für die Toilettenspülung, Gartenbewässerung und Wäschewaschen genutzt werden. Für den menschlichen Verzehr ist aufbereitetes Regenwasser nur unter strengen Auflagen zulässig. Klären Sie die genauen Vorschriften mit Ihrer Gemeinde.

Muss ich eine Regenwasseranlage beim Wasserversorger anmelden?

Ja, wenn die Anlage ans Hausnetz angeschlossen wird (Toilette, Waschmaschine): Nach der Trinkwasserverordnung ist sie dem Gesundheitsamt anzuzeigen, und dem Wasserversorger müssen Sie sie vor der Errichtung mitteilen (§ 3 Abs. 2 AVBWasserV). Regenwasser- und Trinkwasserleitung müssen dauerhaft getrennt bleiben, damit das Trinkwassernetz nicht verunreinigt wird.

Wie groß sollte der Tank für einen 4-Personen-Haushalt sein?

Für einen Vier-Personen-Haushalt, der Regenwasser für Toilette und Waschmaschine nutzt, wird ein täglicher Bedarf von ca. 50–70 Litern angenommen. Bei einer typischen Trockenperiode von 4–6 Wochen empfiehlt sich ein Tank von 6.000–10.000 Litern. Der Rechner plant dagegen mit drei Wochen: Bei 60 Litern pro Tag schlägt er 1.500 Liter vor. Für längere Trockenperioden wählen Sie entsprechend größer.

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