Basisbelichtung + ND-Filter â neue Belichtungszeit
Dieser Rechner ermittelt die neue Belichtungszeit, wenn du einen ND-Filter auf dein Objektiv setzt. Gib einfach deine Basisbelichtung und den ND-Faktor ein â die Formel lautet: neue Zeit = Basiszeit Ă ND-Faktor. So vermeidest du Ăber- oder Unterbelichtung beim Fotografieren mit Graufiltern.
Die nötige FilterstĂ€rke ergibt sich aus der Differenz zwischen der aktuell gemessenen Belichtungszeit und der Zeit, die du erreichen willst â jede zusĂ€tzliche Blendenstufe des Filters verdoppelt die Belichtungszeit. FĂŒr leichte BewegungsunschĂ€rfe genĂŒgt ein schwacher Filter, fĂŒr glattes Wasser oder Wolkenschlieren bei Tageslicht brauchst du einen sehr starken.
Miss zuerst ohne Filter die Belichtungszeit bei deiner gewĂŒnschten Blende und ISO, lege dann die Zielbelichtungszeit fest und rechne aus, wie viele Blendenstufen dazwischen liegen. Diese Stufenzahl entspricht der FilterstĂ€rke; achte zusĂ€tzlich auf den passenden Filterdurchmesser deines Objektivs und auf gute FarbneutralitĂ€t.
Bei praller Sonne und hellem Schnee oder Sand brauchst du die stÀrksten Filter, bei bedecktem Himmel, Nebel oder in der DÀmmerung reichen deutlich schwÀchere. Wechselt das Licht hÀufig, ist ein Set aus mehreren StÀrken oder ein variabler ND-Filter praktischer als ein einzelner fester Filter.
FĂŒr Langzeitbelichtungen von mehreren Sekunden bei Tageslicht brauchst du einen sehr starken Graufilter, meist im Bereich von etwa zehn Blendenstufen. Willst du in der Mittagssonne noch lĂ€nger belichten, kombiniere ihn mit einem weiteren Filter oder greif zu einer noch dichteren Variante.
Ja, mit einem starken ND-Filter, geschlossener Blende und der niedrigsten ISO-Stufe sind auch bei Tageslicht Belichtungszeiten von Sekunden bis Minuten möglich. Ein stabiles Stativ und ein Fernauslöser oder Selbstauslöser sind dabei Pflicht.
Arbeite im manuellen Modus oder mit Zeitvorwahl, wÀhle die niedrigste ISO-Empfindlichkeit, eine mittlere bis geschlossene Blende und stelle die Belichtungszeit passend zum Filter ein. Fokussiere vor dem Aufsetzen des Filters, schalte den Bildstabilisator am Stativ ab und löse verwacklungsfrei aus.
Bokeh entsteht durch eine geringe SchĂ€rfentiefe: offene Blende, lĂ€ngere Brennweite, kurzer Abstand zum Motiv und möglichst viel Abstand zwischen Motiv und Hintergrund. Punktförmige Lichter im Hintergrund verstĂ€rken den Effekt sichtbar; bei offener Blende im Tageslicht hilft ein ND-Filter gegen Ăberbelichtung.
Meist liegt der sinnvolle Bereich in der Mitte der Blendenreihe, weil Objektive dort am schĂ€rfsten zeichnen und die SchĂ€rfentiefe fĂŒr Landschaften ausreicht. Sehr weit geschlossene Blenden verlĂ€ngern zwar die Zeit, kosten aber durch Diffraktion DetailschĂ€rfe â die Zeit regelst du besser ĂŒber die FilterstĂ€rke.
Wer mit ND-Filtern fotografiert, kennt das Problem: Die korrekte neue Belichtungszeit zu berechnen, wenn ein Graufilter vor das Objektiv gesetzt wird, erfordert Kenntnisse ĂŒber Blendenstufen und Lichtreduzierung. Unser kostenloser ND-Filter-Rechner nimmt Ihnen diese Rechenarbeit ab â schnell, prĂ€zise und ohne mathematische Vorkenntnisse.
Ein Neutraldichtefilter (ND-Filter) ist ein lichtreduzierendes Glas, das gleichmĂ€Ăig alle WellenlĂ€ngen des Lichts absorbiert, ohne die Farbwiedergabe zu beeinflussen. Er ermöglicht es Fotografen, bei hellem Tageslicht mit langen Belichtungszeiten oder weit geöffneter Blende zu arbeiten.
ND-Filter sind in verschiedenen StÀrken erhÀltlich, die als ND-Zahl (ND2, ND4, ND8, ND64, ND1000 usw.) oder in Blendenstufen (Stops) angegeben werden. Je höher die ND-Zahl, desto mehr Licht wird geblockt.
Die Bedienung unseres Rechners ist denkbar einfach. Sie benötigen lediglich zwei Eingaben:
Der Rechner ermittelt daraus automatisch die neue, korrekte Belichtungszeit. Wenn Sie z. B. ohne Filter 1/250 s benötigen und einen ND64-Filter (6 Blendenstufen) verwenden, ergibt sich eine neue Belichtungszeit von etwa 0,25 Sekunden â also ÂŒ Sekunde.
Die mathematische Grundlage ist einfach: Jede Blendenstufe verdoppelt die benötigte Belichtungszeit. FĂŒr n Blendenstufen gilt:
Neue Belichtungszeit = Basisbelichtungszeit Ă 2âż
Bei einem ND64-Filter entspricht das 6 Stops: 2â¶ = 64. Eine Basiszeit von 1/100 s wird damit zu 64/100 s â 0,64 Sekunden. Der Rechner ĂŒbernimmt diese Potenzrechnung fĂŒr Sie und gibt das Ergebnis in einem lesbaren Format aus.
Sie stehen vor einem Wasserfall. Ihr Belichtungsmesser zeigt 1/500 s bei ISO 100 und Blende f/8. Um das Wasser weich und flieĂend darzustellen, benötigen Sie mindestens 1â2 Sekunden. Mit einem ND1000-Filter (ca. 10 Stops) ergibt sich: 1/500 Ă 1024 â 2 Sekunden. Perfekt fĂŒr den gewĂŒnschten Effekt!
Sie wollen auf einer belebten StraĂe Menschen unsichtbar machen. Aktuelle Messung: 1/200 s. Mit einem ND64-Filter (6 Stops) ergibt sich: 1/200 Ă 64 = 0,32 Sekunden. Personen, die sich bewegen, werden auf dem Bild kaum sichtbar sein.
Bei der Videoaufnahme mit 25 fps sollte die Verschlusszeit 1/50 s betragen (180-Grad-Regel). An einem sonnigen Tag zeigt Ihre Kamera jedoch 1/2000 s als korrekte Belichtung. Ein ND-Filter mit 5 Stops bringt Sie auf 1/2000 Ă 32 = 1/62,5 s â nahe genug an 1/50 s.
Der ND-Faktor (z. B. ND64) gibt direkt an, um welchen Faktor das Licht reduziert wird. Blendenstufen (Stops) geben die Anzahl der Halbierungen der Lichtmenge an. ND64 entspricht genau 6 Stops, da 2â¶ = 64. Unser Rechner akzeptiert beide Eingabeformate.
Ja! Bei der Kombination mehrerer Filter werden die Blendenstufen einfach addiert. Zwei ND8-Filter (je 3 Stops) ergeben zusammen 6 Stops â entsprechend einem ND64. Beachten Sie jedoch, dass mehrere Filter aufeinander Vignettierungen erzeugen können.
GĂŒnstigere ND-Filter sind nicht immer exakt so stark wie angegeben. Ein als ND1000 beschrifteter Filter kann tatsĂ€chlich 9,5 bis 10,5 Stops liefern. Experimentieren Sie mit dem Rechner und passen Sie die Belichtung leicht an.
Ja, solange Sie wissen, auf welche Blendenstufe Ihr variabler ND-Filter aktuell eingestellt ist. Viele variable Filter haben eine Stufenmarkierung, die Sie direkt in den Rechner eingeben können.
In den meisten InnenrĂ€umen ist das Licht ohnehin schwach genug, sodass ND-Filter selten nötig sind. Sie kommen hauptsĂ€chlich bei AuĂenaufnahmen bei Tageslicht zum Einsatz, wenn lange Belichtungszeiten oder offene Blenden gewĂŒnscht sind.