Text einfügen oder Wortzahl eingeben → Lesezeit in Minuten
Dieser Rechner schätzt, wie lange es dauert, einen Text zu lesen – einfach Text einfügen oder die Wortzahl eingeben. Die Berechnung basiert auf einer durchschnittlichen Lesegeschwindigkeit von etwa 200–250 Wörtern pro Minute. So planen Sie Blogartikel, Präsentationen oder Newsletter ganz einfach.
Ob Blogartikel, wissenschaftliche Hausarbeit, Newsletter oder Buchkapitel – die Lesezeit eines Textes ist eine der nützlichsten Kennzahlen, die Sie kennen sollten. Unser Lesezeit-Rechner zeigt Ihnen in Sekundenschnelle, wie lange ein durchschnittlicher Leser benötigt, um Ihren Text vollständig zu lesen. Einfach Text einfügen oder die Wortzahl eingeben – und sofort erhalten Sie die Lesezeit in Minuten und Sekunden, die Anzahl der Wörter sowie die Zeichenanzahl. Damit können Autoren, Content-Manager, Lehrkräfte und alle, die Texte produzieren oder planen, ihre Inhalte gezielt optimieren.
Die Grundlage unseres Rechners ist eine wissenschaftlich fundierte Studie: die Brysbaert-Studie von 2019, die als eine der umfangreichsten und zuverlässigsten Untersuchungen zur Lesegeschwindigkeit gilt. Marc Brysbaert und sein Team analysierten die Leseleistung von Tausenden von Probanden in verschiedenen Sprachen und kamen zu dem Ergebnis, dass Erwachsene beim stillen Lesen durchschnittlich etwa 238 Wörter pro Minute lesen.
Die Berechnung der Lesezeit ist denkbar einfach:
Ein Text mit 950 Wörtern würde also ungefähr 3 Minuten und 59 Sekunden Lesezeit erfordern (950 ÷ 238 ≈ 3,99 Minuten). Der Dezimalteil 0,99 multipliziert mit 60 ergibt rund 59 Sekunden – also knapp 4 Minuten.
Wichtig zu verstehen: 238 Wörter pro Minute ist ein Durchschnittswert. Tatsächlich variiert die individuelle Lesegeschwindigkeit erheblich. Geübte Leser können 300 oder sogar 400 Wörter pro Minute erreichen, während Personen, die eine Sprache als Fremdsprache lesen, oder Menschen mit Leseschwäche deutlich langsamer lesen. Für die meisten praktischen Zwecke liefert der Durchschnittswert von 238 Wörtern pro Minute jedoch eine sehr verlässliche Schätzung.
Die Bedienung ist bewusst einfach gehalten, damit Sie sofort ein Ergebnis erhalten:
Eine Marketingredakteurin schreibt einen Blogartikel über nachhaltige Verpackungslösungen. Der fertige Artikel umfasst 1.200 Wörter. Sie fügt den Text in den Lesezeit-Rechner ein und erhält das Ergebnis: 5 Minuten 3 Sekunden. Das ist für einen informativen Blogartikel ein idealer Wert – lang genug, um Tiefe zu bieten, aber kurz genug, um die Leserschaft nicht zu verlieren. Sie kann diese Angabe direkt am Anfang des Artikels einblenden: „Lesezeit: ca. 5 Minuten" – ein bewährtes Mittel, um die Klickrate und Verweildauer zu erhöhen.
Ein Dozent bereitet ein Vorlesungsskript vor und möchte wissen, wie viel Zeit er für das laute Vorlesen eines bestimmten Abschnitts einplanen muss. Er gibt 480 Wörter ein. Der Rechner zeigt: 2 Minuten 1 Sekunde für stilles Lesen. Da lautes Vorlesen in der Regel etwa 20–30 % langsamer ist als stilles Lesen, rechnet er mit rund 2,5 bis 3 Minuten für den Vortrag. Das hilft ihm, das Zeitmanagement seiner Veranstaltung präzise zu planen.
Ein Startup verschickt wöchentlich einen Newsletter an seine Community. Die Analyse zeigt, dass Abonnenten den Newsletter seltener vollständig lesen, wenn er zu lang ist. Das Team gibt den aktuellen Entwurf mit 620 Wörtern in den Rechner ein – Ergebnis: 2 Minuten 36 Sekunden. Zu lang für eine E-Mail, lautet das interne Feedback. Sie kürzen den Text auf 350 Wörter – das entspricht etwa 1 Minute 28 Sekunden Lesezeit – und bemerken in der folgenden Ausgabe eine deutlich höhere Leserate. Der Lesezeit-Rechner hat geholfen, eine datenbasierte Entscheidung zu treffen.
Der Wert von 238 Wörtern pro Minute stammt aus der wissenschaftlichen Studie „How many words do we read per minute?" von Marc Brysbaert (2019), die in der Fachzeitschrift Reading and Writing veröffentlicht wurde. Es handelt sich dabei um den Medianwert aus über 190 Studien mit mehr als 17.000 Teilnehmern aus verschiedenen Ländern. Dieser Wert gilt speziell für das stille Lesen von Texten in lateinischer Schrift durch Erwachsene mit Muttersprache. Er ist damit deutlich zuverlässiger als der häufig zitierte, aber veraltete Richtwert von 200 oder 250 Wörtern pro Minute, der keine einheitliche wissenschaftliche Basis hatte. Unser Rechner verwendet diesen modernen Referenzwert, um Ihnen eine möglichst genaue Schätzung zu liefern.
Nein – der Lesezeit-Rechner analysiert ausschließlich den eingegebenen Fließtext und dessen Wortzahl. Bilder, Infografiken, Videos oder interaktive Elemente verlängern die tatsächliche Zeit, die ein Besucher auf einer Seite verbringt, werden aber nicht in die Berechnung einbezogen, da ihre Betrachtungsdauer stark individuell variiert. Wenn Ihr Inhalt viele visuelle Elemente enthält, sollten Sie zur angezeigten Lesezeit noch etwa 10–30 Sekunden pro Bild oder Tabelle hinzurechnen, um eine realistischere Gesamtdauer zu erhalten.
Grundsätzlich ja – der Rechner funktioniert für jeden Text in lateinischer Schrift, also auch für Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch und viele weitere Sprachen. Die Brysbaert-Studie hat dabei ergeben, dass die durchschnittliche Lesegeschwindigkeit je nach Sprache leicht variiert: Englisch liegt beispielsweise bei etwa 238 Wörtern pro Minute, Deutsch und andere Sprachen mit tendenziell längeren Wörtern können geringfügig abweichen. Für einen praxisnahen Überblick liefert unser Rechner jedoch auch für andere Sprachen eine sehr gute Näherung. Für Sprachen mit nicht-lateinischen Schriftsystemen wie Arabisch, Chinesisch oder Japanisch ist die Formel nicht direkt übertragbar, da dort andere Zähleinheiten (z. B. Zeichen statt Wörter) relevanter sind.